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Schiffbau und Werft

Schiffsfett

Englisch: stuff

Geschmolzene Masse aus Terpentin, Talg und ähnlichen Stoffen, mit der Masten, Seiten und Boden eines Schiffes zum Schutz eingerieben werden.

Stuff: Fett für hölzerne Schiffe, heute größtenteils überholt

Stuff ist ein Schutzanstrich, der direkt auf Holzoberflächen von Schiffen aufgetragen wird, typischerweise auf Masten, Schiffswände und Schiffsböden. Er besteht aus geschmolzenem Talg, vermischt mit Terpentin und manchmal Kolophonium oder Pech, und bildet eine dicke Paste, die beim Abkühlen aushärtet. Die Mischung wirkt als Schmierstoff und Feuchtigkeitsbarriere, schützt das Holz vor Witterung und Salzwasserverfall und mindert die Reibung, wo das Holz mit Takelung oder Stützen in Kontakt kommt.

Die Zusammensetzung variierte je nach Werft und Verwendungszweck. Eine Standardmischung enthielt zwei oder drei Teile Talg auf einen Teil Terpentin, zusammen erhitzt und warm aufgetragen. Einige Werften fügten Kiefernölteer oder Stockholmer Teer hinzu für bessere Haltbarkeit. Das Verhältnis des Terpentins bestimmte, wie flexibel der fertige Anstrich blieb; zu viel Terpentin ließ ihn weich und anfällig zum Durchhängen in warmer Witterung werden, zu wenig machte ihn spröde und rissanfällig. Verschiedene Oberflächen bekamen verschiedene Rezepte: Masten erhielten oft eine leichtere Mischung für einfachere Instandhaltung, während Schiffsböden schwerere Verbindungen bekamen, um Abnutzung standzuhalten.

Arbeiter strichen Stuff mit Mops oder Bürsten auf das Holz auf, während die Mischung noch warm war, und rieben sie in die Maserung ein. Auf Masten wirkte er als Barriere gegen eindringendes Regenwasser und als Gleitfläche für Takelung, die sonst festsitzen könnte. Auf dem Schiffsboden und den unteren Seiten bekämpfte er Schiffswürmer und Wurmschäden, während er gleichzeitig den Widerstand verringerte. Der Anstrich erforderte regelmäßiges Aufbringen, besonders auf Masten und in Bereichen starker Beanspruchung, wo Takelung ihn abnutzte oder Salzsprüher ihn abbaut.

Stuff fiel während der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts aus dem regelmäßigen Einsatz, da Stahl und Eisen Holzkonstruktionen ersetzten und moderne synthetische Beschichtungen sich als überlegen erwiesen. Moderne Holzschiffe und Restaurierungsarbeiten verwenden manchmal ähnliche Verbindungen, allerdings haben moderne Epoxidharze und Polyurethansysteme die Talg-Terpentin-Formeln größtenteils verdrängt. Der Begriff bleibt hauptsächlich in Maritim-Geschichtstexten und Restaurierungsvorgaben erhalten, wo historische Genauigkeit das Verständnis der ursprünglichen Schutzsysteme verlangt.

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