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Bergbau und Gewinnung

subequikörnig

Englisch: subequigranular

Fast oder unvollkommen gleichkörnig strukturiert.

subäquigranular: Kristalle, die *fast* gleich groß sind

Ein Gestein oder Erz ist subäquigranular, wenn seine Mineralkristalle nahezu einheitlich groß sind, aber nicht vollkommen. Das liegt zwischen zwei Extremen: äquigranulare Gesteine haben Kristalle mit im Wesentlichen gleichem Durchmesser, während inequigranulare Gesteine offensichtliche Unterschiede zeigen. Subäquigranular bedeutet, dass man überwiegend ähnlich große Körner mit geringfügigen Abweichungen sieht, typischerweise eine Streuung von 20 bis 40 Prozent in der längsten Kristalldimension.

Der Begriff bezieht sich vor allem auf magmatische und metamorphe Gesteine, die im Bergbau und in der Erkundung anzutreffen sind. Ein subäquigranularer Granit könnte Feldspat und Quarzkristalle mit durchschnittlich 3 bis 5 Millimetern enthalten, mit einigen Körnern bei 2 Millimetern und einigen größeren Phänokristen bei 8 Millimetern. Die Unterschiede entstehen durch verschiedene Abkühlungsraten oder Wachstumsbedingungen während der Kristallisation. In der Erzmineralogie ist eine subäquigranulare Sulfidvergesellschaftung in massiven oder halbmassiven Zonen üblich, wo die Ausfällung unter relativ stabilen Bedingungen stattfand.

Erkennung und Bedeutung

Petrographen unterscheiden subäquigranulare Texturen unter Lupe und Dünnschliff durch systematischen Vergleich der Korngrößen im Gestein. Sie wirken weniger auffällig als die offensichtliche Banderung einer porphyrischen Textur, aber geordneter als eine echte Zufallsverteilung der Korngrößen. Die Unterscheidung ist wichtig, weil die Textur die Kristallisationsgeschichte und die Abkühlungsrate widerspiegelt, die die Mineralverteilung, die Gesteinsfestigkeit und die Effizienz der Rohstoffgewinnung beeinflussen.

Bei der Bergbaubewertung deuten subäquigranulare Texturen in Zielgesteinen oft auf stabile magmatische oder metamorphe Bedingungen hin, die mit vorhersehbarer Mineralzonierung und Anreicherung korrelieren können. Umgekehrt können radikale Übergänge zu porphyrischen oder sehr feinen Texturen in der Nähe auf neu eindringende Magmen oder spätere Fluidereignisse hindeuten. Spreng und Verfahrensingenieure beachten die Textur ebenfalls, da einheitlichere Korngrößen unter Last gleichmäßiger brechen, was die Fragmentationsergebnisse sowohl beim Gesteinsabbau als auch bei der Erzaufbereitung beeinflusst.

Das Präfix 'sub' würdigt, dass perfekte Äquigranularität geologisch selten ist. Echte kristalline Gesteine zeigen fast immer eine gewisse Größenstreuung. Subäquigranular ist daher ein praktischer Mittelbegriff: Er signalisiert, dass Unterschiede vorhanden sind, aber mild genug, um das Gestein als im Wesentlichen homogen in seiner Kornstruktur zu bezeichnen.

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