Selbstdeaktivierungskabel
Englisch: suicide cable
Ein einfaches Stromkabel mit Steckern an beiden Enden; wird ein Ende in eine aktive Steckdose (etwa eines Generators) und das andere in eine tote Steckdose (in einem stromlosen Haus) gesteckt, fließt Strom von der aktiven in die tote Steckdose.
Selbstmordkabel: Rückspeisung von Strom durch eine Wandsteckdose
Ein Selbstmordkabel ist ein Stromkabel mit je einem Stecker (Kontakten) an beiden Enden. Das eine Ende wird an eine aktive Stromquelle angeschlossen, typischerweise einen Generator oder eine Versorgungsleitung; das andere Ende wird in eine normale Wandsteckdose in einem stromlosen Gebäude oder Gebäudeteil gesteckt. Der Strom fließt rückwärts durch die Steckdose in die Wandinstallation und versorgt die tote Schaltung.
Das Kabel trägt seinen düsteren Namen wegen der akuten Schock- und Stromschlaggefahren. Wenn es in eine aktive Steckdose gesteckt wird, führen beide Kontakte die volle Spannung gegenüber Erde. Eine Person, die das nicht angesteckte Ende anfasst, während es noch unter Spannung steht, kann einen tödlichen Stromschlag erleiden. Das Kabel neigt auch dazu zu funkeln und Feuer zu fangen, wenn ein Kontakt vor vollständigem Einstecken mit einer leitfähigen Oberfläche oder feuchtem Material in Berührung kommt.
Selbstmordkabel werden im Bauwesen, bei der Katastrophenhilfe und in Situationen mit temporärer Stromversorgung eingesetzt. Ein Handwerker könnte eines von einem Generator zu einem Haus führen, das verdrahtet wird, um vorübergehend Strom für Werkzeuge bereitzustellen; ein Elektriker könnte während einer Wartung ein Panel rückspeisen. Die Praxis ist in den meisten Gerichtsbarkeiten durch die Elektrobauordnung streng verboten. Eine ordnungsgemäße temporäre Stromverteilung erfordert einen Umschalter, der den Generator von der Versorgungsleitung trennt und Rückspeisung verhindert.
Der Begriff wird auch, seltener, auf jedes Kabel mit Steckern an beiden Enden angewendet, unabhängig davon, ob es für Rückspeisung verwendet wird. Es gibt auch robuste Ausführungen mit stärkeren Querschnitten und Industriesteckern, aber das Gefahrenprofil bleibt unverändert. Manche Betriebe verwenden den Begriff lose für jede provisorische oder improvisierte Stromverlängerung, wobei sich Selbstmordkabel konkret auf die Rückspeisung bezieht.
Rückspeisung ohne einen ordnungsgemäßen Umschalter stellt auch eine Gefahr für Stromnetzbetreiber dar. Wenn ein Generator während eines Ausfalls an eine stromlose Versorgungsleitung angeschlossen wird, kann er die Leitung unerwartet unter Spannung setzen und einen Leitungsarbeiter downstream elektrisieren. Aus diesem Grund haben Versorgungsunternehmen strenge Strafen für unbefugte Rückspeisung, und Hausbesitzer werden dringend davor gewarnt, einen Generator direkt an die Hausinstallation anzuschließen.