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Vermessung

Zielmarke

Englisch: target

Das verschiebbare Querholz oder die Visierplatte auf einem Messstab.

Zielmarke: das bewegliche Sichtzeichen auf einer Nivellierlatke

Bei Nivellierarbeiten ist die Zielmarke die Schiebeplatte, die an einer Messlatte (Nivellierlatke) auf und ab gleitet. Der Vermesser oder der Instrumentführer positioniert sie in einer bestimmten Höhe, und die Person, die die Latte hält, liest die Latteneinteilung gegen die Position der Zielmarke ab. Die Zielmarke selbst ist typischerweise ein flaches Metall- oder Kunststoffteil, oft in Kontrastfarben angestrichen, mit einer horizontalen Referenzlinie oder Mittellinie, die mit den Latteneinteilungen fluchtend angeordnet ist.

Die Zielmarke gleitet frei auf der Latte und wird durch Reibung oder eine leichte Klemmvorrichtung an Ort und Stelle gehalten, was eine schnelle Verstellung ohne Festklemmung ermöglicht. Die meisten Zielmarken haben ein Fenster oder eine Ausnehmung, durch das der Instrumentführer die Latteneinteilungen sehen kann. Bei vielen Präzisionslattenverfügt die Zielmarke über eine Noniusskala zum Ablesen feinerer Messungen als die Hauptlatteneinteilungen allein zulassen würden, üblicherweise bis zu Zehntel Millimeter oder Hundertstel Fuß.

Häufige Varianten und Aufbau

Vermesser, die mit einer Handlibelle oder Dosenlibelle arbeiten, verwenden normalerweise eine Zielmarkenlatte mit der Platte, die vom Lattenkellner manuell gesetzt und gehalten wird. Selbstablesende Latten, die mit automatischen oder digitalen Nivellierinstrumenten verwendet werden, entfallen die Notwendigkeit eines separaten Operators, der die Höhen aufruft. Das Markierungssystem der Zielmarke variiert: Einige haben horizontale Linien in jedem Zentimeter oder zehntel Fuß, andere verwenden E-förmige Symbole, bei denen die Einteilungen ein Muster bilden, das durch ein Teleskop in der Ferne deutlicher zu sehen ist.

Genaues Nivellieren setzt voraus, dass die Zielmarke sauber und richtig positioniert ist. Eine verschmutzte, verbogene oder lose Zielmarke führt zu Ablesfehlern. Bei längeren Zielstrecken wird Parallaxe zum Problem: Der Operator muss die Augenposition relativ zum Teleskop stabil halten, um sicherzustellen, dass das Fadenkreuz die Zielmarke wirklich biseziert. Atmosphärische Flimmern und Lattendurchbiegung (bei sehr langen Zielstrecken) erschweren das Ablesen einer genauen Höhe zusätzlich.

Der Begriff Zielmarke spiegelt ihre Funktion wider: Sie ist das Ding, auf das gezielt wird und das gelesen wird, ähnlich wie eine Vermesserzielmarke in anderen Zusammenhängen. In älterer Praxis verwendeten Vermesser vor Einführung standardisierter Messlattenkalibrierungen physische Zielmarken in bekannten Höhen, um Sichtlinien zu etablieren. Die moderne Schiebezielmarke ist ein direkter Nachkomme dieses Prinzips, angepasst für genaue Höhenmessung statt nur für reine Sichtung.

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