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Bahntechnik

Wasserschöpfer

Englisch: track pan

Eine lange Rinne zwischen den Schienen einer Eisenbahn, mit der eine Dampflokomotive ihre Wasserversorgung durch Herabsenken eines Schöpfers ohne Halt auffüllen konnte.

Streckenpfanne: Wassertrog zum Wasserfassen fahrender Dampflokomotiven

Eine Streckenpfanne ist ein ortsfester Wassertrog zwischen Eisenbahnschienen, mit dem eine fahrende Dampflokomotive ohne Geschwindigkeitsabnahme Wasser aufnehmen kann. Die Lokomotive trägt unter ihrem Tender einen beweglichen Schöpfer; wenn die Maschine mit Geschwindigkeit über die Pfanne fährt, senkt der Lokführer den Schöpfer ins Wasser, das dann in den Wassertank des Tenders gespritzt wird. Beim Hochziehen des Schöpfers fließt übergelaufenes Wasser zurück auf die Gleise.

Streckenpfannen sind üblicherweise 1.500 bis 2.000 Fuß lang und werden aus Stahl oder Gusseisen gefertigt, leicht unter Schienenniveau eingebaut, um Platz für den Schöpfermechanismus zu schaffen. Die Wasserversorgung kommt aus unterirdischen Rohren, die mit Speichern, Brunnen oder nahegelegenen Wasserquellen verbunden sind. Ein Ventil am Anfang der Pfanne öffnet sich, wenn die Lokomotive einfährt und füllt den Trog; es schließt sich wieder, nachdem die Lokomotive vorbei ist, um Wasser zu sparen und Überflutung zu vermeiden.

Betrieb und technische Anforderungen

Der Vorgang erfordert präzises Timing und Abstimmung. Die Lokmannschaft muss den Schöpfer im richtigen Augenblick senken und ihn heben, bevor die Pfanne endet; wird die Pfanne verfehlt, geht Wasser verloren und der Schöpfer kann beschädigt werden. Die Geschwindigkeit ist entscheidend: Pfannen funktionieren am besten zwischen 15 und 30 Meilen pro Stunde. Zu hohe Geschwindigkeit lässt den Schöpfer aufspringen; zu langsam, und die Wassersäule bricht zusammen. Im Winter mussten Streckenpfannen entleert oder beheizt werden, um Gefrieren zu vermeiden, was sie in kalten Klimazonen problematisch machte.

Streckenpfannen wurden auf amerikanischen und europäischen Eisenbahnen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert verbreitet, besonders auf Hauptstrecken, wo lange Abstände zwischen Wasserstationen häufige Halte kostspielig machten. Sie gerieten außer Gebrauch, als Dampflokomotiven in den 1950er und 1960er Jahren stillgelegt wurden. Einige Museumsbahnen unterhalten und betreiben sie noch immer für historische Züge.

Der Begriff selbst bezieht sich auf den pfannenförmigen Behälter, wobei "Wassertrog" und "Wasserschöpftrog" gleichbedeutend verwendet wurden. Eisenbahnen nannten sie manchmal "Wasserversorgungsstellen" oder markierten ihre Lage in Fahrplänen einfach als Pf.-Stationen, eine Nomenklatur, die in Eisenbahnunterlagen und Fachliteratur aus alter Zeit noch erhalten geblieben ist.

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