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Drucktechnik

Vierundzwanziger

Englisch: twenty-fours

Eine Satzform oder Druckplatte mit 24 Blättern oder 48 Seiten, richtig angeordnet zum Drucken und Falten.

Viererbögen: ein druckfertiger Bogen mit 48 Seiten

Ein Vierbogen ist ein gefalteter Papierbogen, der 48 bedruckte Seiten ergibt, 24 auf jeder Seite. Im Letterpress- und Offsetdruck stellt er eine einzelne Druckeinheit oder einen Signaturblock dar, der druckfertig aus der Presse kommt und zum Falten und Kollationieren in ein gebundenes Buch bereit ist. Der Begriff stammt aus seiner historischen Herstellung: ein einzelner großer Papierbogen, der auf beiden Seiten bedruckt und mehrfach gefaltet wird, um 24 Blätter (insgesamt 48 Seiten) zu erzeugen.

Der Begriff wird in Blättern statt in Seiten gemessen, weil Drucker historisch in Begriffen des physischen Materials dachten, das sie bearbeiteten. Ein Vierbogen enthält nach dem Falten genau 24 Blätter; jedes Blatt hat zwei Seiten, was 48 Seitenflächen ergibt. Dies ist größer als die häufigere Sechzehner-Signatur (oder Sechzehner), aber kleiner als die Zweiunddreißiger-Signatur (oder Zweiunddreißiger). Das Format hängt von der Größe des Ausgangspapiers, der Anzahl der Faltungen und den gewünschten Endseitendimensionen ab.

Ausschießen und Druckarbeit

Bevor ein Vierbogen in die Falzmaschine gelangt, muss der Setzer oder Monteur die Seiten in der richtigen Reihenfolge auf die Druckplatte ausschießen. Seiten erscheinen nicht in fortlaufender Reihenfolge auf der Platte; stattdessen werden sie so positioniert, dass sich beim Falten des Bogens die Seiten 1 bis 48 richtig ausrichten. Diese Impositionierung ist entscheidend: ein Fehler bedeutet 48 Seiten Verschnitt pro gedrucktem Bogen. Bei großen Druckauflagen kann selbst eine fehlgeschlagene Signatur Tausende von Dollar an Papier und Farbe verschwenden.

Vierbögen waren besonders häufig im Buch- und Zeitschriftendruck anzutreffen, bei dem konsistente Seitenzahlen das Binden effizient machten. Die Größe der Signatur bestimmte den Rhythmus des gesamten Produktionsablaufs: jede Signatur musste gedruckt, getrocknet, gefalzt und gestapelt werden, bevor der nächste Durchlauf begann. Im modernen Offsetdruck treten Vierbögen seltener auf als Sechzehner oder Zweiunddreißiger, hauptsächlich weil kleinere Signaturen das Risiko von Druckmaschinen-Einrichtungsfehlern verringern und schnellere Arbeitsplatzwechsel auf kleineren Druckmaschinen ermöglichen.

Die physikalischen Eigenschaften des Materials sind sehr wichtig. Ein Vierbogen aus leichtem Buchpapier (etwa 40 lb. Textgewicht) falzt und kollationiert problemlos; die gleiche Signatur in schwerem Umschlagmaterial faltet möglicherweise nicht sauber oder widersetzt sich dem Binden. Auch die Faserrichtung des Papiers beeinflusst die Faltqualität. Aus diesem Grund müssen sich Drucker und Papierhersteller vor dem Ausschießen und Plattenherstellung auf die Materialwahl abstimmen.

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