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Drucktechnik

Farbabweichung

Englisch: misregistration

Fehlerhafte Ausrichtung von Farben oder anderen Elementen.

Passergenauigkeit: wenn Farben auf der Druckmaschine nicht deckungsgleich sind

Passerungenauigkeit ist das Fehlschlagen der korrekten Ausrichtung aufeinanderfolgender Farbseparationen auf dem Bedruckstoff während des mehrfarbigen Drucks. Wenn eine Druckmaschine Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK) in separaten Druckgängen oder von separaten Druckeinheiten druckt, muss jede Farbe mit exakter Genauigkeit landen, typischerweise innerhalb von 0,002 bis 0,005 Zoll von ihrer vorgesehenen Position. Wenn dies nicht der Fall ist, verschiebt sich das gedruckte Bild, wird unscharf, entwickelt farbige Säume oder zeigt überlappende Rastertonmuster, die Moiré-Effekte erzeugen.

Das Symptom ist auf dem gedruckten Blatt sofort sichtbar. Textkanten zeigen Farbsäume, normalerweise zu sehen als dünne Linien aus Cyan oder Gelb, die sich von der schwarzen Kontur abheben. Farbflächen können Lücken oder Überlappungen aufweisen. Bei feinen Rasterton-Arbeiten wird das Punkrationsmuster zwischen den Farben sichtbar ungenau ausgerichtet, was die Bildschärfe verschlechtert. Der Schweregrad hängt von der Art der Passerungenauigkeit ab: horizontale Verschiebung, vertikale Verschiebung, Neigung (Winkelrotation) oder Vergrößerung (eine Farbe größer oder kleiner als die anderen).

Ursachen für Passerungenauigkeit

Die Ursachen sind mechanisch und umweltbedingt. Abgenutzte Greifer, die die vordere Kante nicht gleichmäßig halten, verursachen horizontales Rutschen. Verschleiß des Druckzylinders oder falsche Unterlagendicke führt zu verticalem Abdrift. Verschleiß der Seitenleitschienen ermöglicht Seitwärtsbewegungen. Thermische Ausdehnung des Bedruckstoffs, während er durch beheizte Druckeinheiten läuft, verursacht Vergrößerungs-Passerungenauigkeit, häufig beim Offsetdruck, wenn der Gummituchzylinder erwärmt wird. Feuchtigkeitsveränderungen dehnen die Bedruckstoff-Faser selbst aus oder lassen sie schrumpfen. Auf Flexodruckmaschinen erzeugen unsachgemäße Hülsenpositionierung oder abgenutzte Buchsen Neigung. Viele Maschinen verfügen über Registerserosoren, die Positionsfehler erkennen und eine Echtzeitkorrektur durch verstellbare Rollen oder Greifer-Position auslösen.

Die Vorbeugung beginnt mit vorausschauender Wartung: Kontrolle und Austausch von Greiferstangen, Messung der Zylinder-Unterlage und Überprüfung des Verschleißes der Seitenleitschienen vor jedem Auftrag. Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle in der Druckerei reduziert Dimensionsschwankungen im Bedruckstoff. Die Vorbereitung der Farbseparation ist ebenfalls wichtig; Separationen sollten überdruckt sein (kleine Überlappungen zwischen benachbarten Farben), um geringfügige Passerungenauigkeiten zu verbergen. Mit sauberen Bedruckstoffen und einer geraden Zuführung zur Druckmaschine werden Rutschen und Neigung reduziert.

Passerungenauigkeit unterscheidet sich von Farbabweichungsproblemen. Eine Druckmaschine kann perfekt in Passe sein, aber die falsche Farbnuance drucken, was auf die Tintenzusammensetzung oder Lichtverhältnisse zurückzuführen ist. Umgekehrt kann eine Druckmaschine außer Passe sein und trotzdem die beabsichtigte Farbe korrekt wiedergeben. Für Anwendungen wie Kunstdruckreproduktion, Pharmaka-Verpackungen oder Sicherheitsdruck sind die Register-Toleranzen sehr eng und erfordern häufige Kalibrierung. Für allgemeine Druckarbeiten beträgt die Toleranz typischerweise 0,010 Zoll oder größer, was Passerungenauigkeiten ermöglicht, die für das menschliche Auge unbemerkt bleiben.

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