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Drucktechnik

Revision

Englisch: revise

Ein zweiter Probedruck; ein Probedruck nach der ersten oder einer nachfolgenden Korrektur

Korrekturbahn: der korrigierte Andruckbogen nach der Markierung

Eine Korrekturbahn ist ein neuer Andruckbogen, der nach Korrekturen am Satz oder an der digitalen Datei folgend auf den ersten Andruckbogen gezogen wird. In Letterpress und Offsetdruck wird, nachdem der Setzer oder Drucker Fehler auf einem Fahnenabzug oder Seitenabzug markiert hat, eine Korrekturbahn gezogen, um zu überprüfen, ob die Korrektionen durchgeführt wurden. Es ist der Arbeitsbogen, mit dem Fehler vor dem eigentlichen Druckauflag erkannt werden, nicht das fertige Produkt.

Die Korrekturbahn wird benötigt, weil erste Andruckbogen fast immer Fehler enthalten. Der Satz kann falsch gesetzt sein, der Laufweite stimmt nicht, Bilder können falsch positioniert sein oder Farbausrisse können verrutscht sein. Der Drucker markiert diese auf dem Andruckbogen, der Maschinenführer nimmt Änderungen am Satz oder der Platte vor und zieht dann eine Korrekturbahn. Ist die Korrekturbahn sauber, geht der Auftrag in den Druck. Wenn nicht, werden die Korrektionen erneut vorgenommen und eine neue Korrekturbahn gezogen.

Korrekturbahnen im modernen Workflow

Im digitalen Druck und im CTP-Workflow (Computer-to-Plate) sind Korrekturbahnen in der Regel PDF oder digitale Datei-Andruckbogen, obwohl für kritische Arbeiten noch immer physische Substrate bedruckt werden. Eine Korrekturbahn kann in wenigen Minuten statt in Stunden hergestellt werden. Die Logik bleibt aber unverändert: ersten Andruckbogen markieren, die Datei oder Impositionsdatei korrigieren, eine Korrekturbahn ausgeben und freigeben.

Der Begriff stammt vom Verb revidieren, das bedeutet, etwas erneut überprüfen und korrigieren. Bei komplexen Aufträgen mit vielen Elementen, Farbdrucken oder engen Registertolearanzen können mehrere Korrekturbahnen erforderlich sein. Jeder Durchlauf wird erste Korrekturbahn, zweite Korrekturbahn usw. genannt. Die Anzahl der Korrekturrunden wird oft in den Produktionszeitplan eingebaut und als Teil der Auftragskosten kalkuliert.

Eine freigegebene Korrekturbahn (oft als zur Freigabe für den Druck gekennzeichnet) wird zum Referenzdokument, das Maschinenführer verwenden, um während des Andrucks Register, Farbe und Inhalt zu kontrollieren. Jede Abweichung von der freigegebenen Korrekturbahn ist ein Druckfehler und Grund für einen Nachruck.

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