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Drucktechnik

Upmaking

Englisch: upmaking

Anordnung von Textzeilen in Spalten oder Seiten.

Umbruch: Satz in Seiten anordnen

Umbruch ist das Arrangieren von gesetzten Schriftzeilen in Spalten und Seiten zur Vorbereitung des Drucks. In Buchdruck- und Handsatz-Workflows erfolgt der Umbruch, nachdem jede Zeile gegossen oder von Hand gesetzt wurde: der Setzer nimmt diese einzelnen Zeilen, sogenannte Slugs oder Galleys genannt, und positioniert sie in der richtigen Reihenfolge und Abständen, um eine komplette Seite oder ein Druckform zu bilden, die druckbereit ist. Der Begriff spiegelt die wörtliche Zusammenstellung von Schrift von oben nach unten wider, vom Winkelhaken in größere Seiteneinheiten.

Die Arbeit erfordert präzise Messung und Positionierung. Jede Spalte muss vertikal mit gleichmäßigen Zeilenabständen ausgerichtet sein, die Ränder müssen einheitlich sein, und die gesamte zusammengestellte Seite muss in das Druckbett passen, ohne dass lose Schriftzeichen während des Drucks verrutschen. Früher arbeiteten Setzer mit hölzernen Ausgleichsteilen (Spatien), Metalllinealen und Schlusskeilen, um den Schrift fest in einer Druckform, dem eisernen Rahmen, der alles zusammenhielt, zu sperren. Ein einzelnes loses Schriftzeichen konnte dazu führen, dass die gesamte Druckform während eines Drucklaufs fehlschlug.

In Heißmetall-Linotype- oder Monotype-Betrieben bedeutete Umbruch, Slugs von der Gießmaschine zusammenzustellen und sie in Galleys oder Druckformen anzuordnen. Bei der Fotosatz, die in den 1960er Jahren aufkam, verschob sich der Umbruch zur Anordnung von fotografischen Galey-Abzügen oder Filmstreifen in Seitenlayouts, oft mit manueller Klebemontage auf Andruckvorlagen. Der Offsetdruck brachte die mechanische Klebemontage als dominierende Methode mit sich, bei der Fotokopien oder Abzüge auf Kartonbögen geklebt und geklebt wurden, um die endgültige Vorlage zu erstellen.

Das Tempo und der Druck der Umbrucharbeit variierten je nach Publikation. Zeitungssetzer arbeiteten unter engen Zeitvorgaben, wobei der Umbruch parallel zu redaktionellen Terminen ablief. Bucharbeit erlaubte eine sorgfältigere Zusammenstellung und Fehlerprüfung. Eine falsch beabstandete Zeile oder eine unausgerichtete Spalte, die während des Umbruchs entdeckt wurde, musste korrigiert werden, bevor die Druckform gesperrt oder die Andruckvorlage zur Kamera ging, weshalb eine sorgfältige Überprüfung unerlässlich war.

Der Begriff Umbruch ist aus der modernen Druckterminologie weitgehend verschwunden und wurde durch Seitenumbruch oder Seitenanordnung in digitalen Workflows ersetzt. Die zugrunde liegende Aufgabe bleibt jedoch überall dort bestehen, wo physische oder digitale Elemente vor der Vervielfältigung in endgültige Seitenform angeordnet werden müssen.

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