SpracheEnglishDeutsch
Bergbau und Gewinnung

Wicket

Englisch: wicket

Der Raum zwischen den Stützen beim Pfeiler-und-Kammer-Abbau.

Wicket: der ausgebaute Raum zwischen Stützpfeilern

Bei der Pfeilerbau- oder Kammerbaumethode (auch Streb- und Pfeilerbau genannt) ist ein Wicket der offene Raum zwischen zwei tragenden Pfeilern, die in der Flöz- oder Erzschicht stehen gelassen werden. Die Pfeiler selbst sind rechteckige Blöcke aus ungebautem Kohle- oder Erzgestein, typischerweise 15 bis 30 Meter breit, je nach Teufe und Hangendverhältnissen. Der Wicket ist der ausgebaute Stollen, der eine Pfeilergruppe mit der anderen verbindet, ermöglicht weitere Gewinnung und schafft Raum für Förderung und Bewetterung.

Der Begriff stammt wahrscheinlich von der Ähnlichkeit mit einem Wicket-Tor: Wie ein Tor eine Öffnung in einem Zaun rahmt, rahmt der Wicket den offenen Raum zwischen den Pfeilern beiderseits. In der Praxis werden Wickets senkrecht oder parallel zur Hauptabbaurichtung getrieben. Ihre Breite muss einen Ausgleich zwischen Gewinnungseffizienz und Standsicherheit schaffen; zu eng und die Erzausbeute sinkt, zu breit und die Belastung der Pfeiler wächst gefährlich.

Hangendsicherung und Geometrie

Die Wicketbreite wird durch die ungestützte Spannweite begrenzt, die das Hangende sicher tragen kann. Bei flachen Flözen mit festem Hangend können Wickets 8 bis 12 Meter breit werden. Bei tieferen Arbeiten mit schlechteren Hangendbedingungen kann die Breite auf 4 bis 6 Meter begrenzt sein. Die Pfeiler auf beiden Seiten eines Wickets tragen das Gewicht gemeinsam: breitere Wickets erfordern höhere und breitere Pfeiler und verbrauchen mehr Flöz als Kohle. Umgekehrt brauchen schmale Pfeiler engere Abstände, was mehr Wickets zur Gewinnung desselben Blockes bedeutet.

Hangendeinstürze und Pfeilerdruck sind die größten Gefahren an Wicketgrenzen. Mit fortschreitender Gewinnung und Spannungsumlagerung tragen Pfeiler bei aktiven Wickets erhöhte Lasten. Stoßgefahr (plötzliches Pfeilerversagen) ist ein Risiko in tiefen, hochbelasteten Gruben. Systematische Überwachung der Pfeilerkonvergenz, manchmal durch Vermessung oder Radar, hilft, Instabilität vor dem Bruch vorherzusagen. In breiteren Wickets werden gelegentlich Abstützungen oder Stubben als zusätzliche Sicherung eingebaut.

Die Wicketgeometrie beeinflusst auch die Bewetterungsverteilung. Luft muss durch die Wickets zur Arbeitsstelle fließen; schlecht gestaltete Wicketanordnungen können tote Zonen schaffen, in denen sich Schlagwetter oder Staub ansammeln. Die Grubenplanung behandelt daher Wicketabstand und Orientierung als Teil des gesamten Bewetterungskreislaufs, nicht nur als Nebenprodukt der Pfeilergeometrie.

Mehr aus Mining and extraction

Alle ansehen

Get the Word of the Day

One industrial term every day, with the trade it belongs to and why it is worth knowing. No advertising.