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Bergbau und Gewinnung

Taker-off

Englisch: taker-off

Eine Person, die damit beschäftigt ist, die Wagen an selbsttätigen Schächten abzuhängen.

Taker-off: Der Arbeiter, der beladene Bergbauwagen abhängt

Ein Taker-off war ein Bergarbeiter, der am unteren Ende einer selbsttätigen Schräge stationiert war und dafür verantwortlich, beladene Wagen aus dem Seilsystem zu lösen, sobald sie das Ende ihrer Abfahrt erreichten. Der Job war verbreitet in Kohle- und Erzgruben, wo geneigte Transportbahnen Erz oder Kohle unter Schwerkraft bergab bewegten, gesteuert durch einen Bremsmechanismus oder ein Gegengewichtsystem. Der Taker-off arbeitete an einem festen Punkt und löste jeden ankommenden Wagen schnell ab, damit der nächste beladene Wagen hinuntergeschickt und der leere Wagen wieder hochgezogen werden konnte.

Selbsttätige Schrägen arbeiteten nach einem einfachen Prinzip: Beladene Wagen, die bergab fuhren, lieferten genug Gewicht, um leere Wagen über ein gemeinsames Seil bergauf zu ziehen. Die Rolle des Taker-off war für die Aufrechterhaltung dieses Kreislaufs unerlässlich. Wenn jeder Wagen das untere Endgleis erreichte, würde der Arbeiter die Kupplung oder Seilverbindung lösen und den Wagen in einen Sammelbereich rollen lassen. Bei manchen Systemen schob oder leitete der Taker-off dann den leeren Wagen zurück zum Beladeort oder positionierte ihn für die Rückfahrt die Schräge hinauf.

Gefahren und Arbeitsrhythmus

Der Job barg echte Gefahren. Wagen, die in hohem Tempo ankamen, konnten entgleisen oder unerwartet zur Seite schwingen. Die Kupplungsmechanismen konnten Finger oder Hände einklemmen, wenn der Arbeiter nicht richtig positioniert war. Die Arbeit war repetitiv und zeitkritisch; wenn ein Taker-off zu langsam arbeitete, konnte das ganze Schrägensystem blockieren und die Produktion stoppen. Seilbruch war ebenfalls eine Gefahr, da ein gerissenes Seil peitschen oder einen beladenen Wagen unkontrolliert die Schräge hinuntertreiben konnte.

Der Begriff "Taker-off" erscheint in Bergbauaufzeichnungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, besonders in britischen Kohlengruben und Erzgruben in Wales und den Midlands. Ähnliche Rollen existierten in Steinbrüchen und Schiefergruben. Der Name stammt direkt von der Tätigkeit ab: to take off, also den Wagen aus dem aktiven Transportsystem entfernen. Andere Namen für ähnliche Positionen waren "Coupleman" oder "Uncoupler", je nach regionaler Praxis und dem verwendeten Mechanismus.

Als Gruben modernisiert und mechanisiert wurden, nahmen das Schrägensystem mit Selbstantrieb und die Rolle des Taker-off ab. In der Mitte des 20. Jahrhunderts hatten elektrisch angetriebene Fördersysteme und Lokomotivtransport die meisten schwerkraftgesteuerten Schrägen in aktiven Gruben ersetzt. Der Beruf wurde überholt, obwohl der Begriff in historischen Bergbauaufzeichnungen und Bergbaumuseen fortbesteht.

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