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Drucktechnik

4to

Abkürzung für Quart, ein entsprechendes Buchformat.

4to: ein zweifach gefaltetes Buch, acht Seiten pro Bogen

Ein 4to oder Quart ist ein Buchformat, das durch zweimaliges Falten eines großen Papierblatts entsteht und vier Blätter (acht Seiten) pro Falzbogen ergibt. Der Begriff stammt vom lateinischen 'in quarto', was 'im Vierteil' bedeutet. Wenn ein Drucker einen Standard-Druckbogen einmal faltet und dann rechtwinklig erneut faltet, haben die resultierenden Seitendimensionen in jeder Richtung ungefähr die Hälfte der ursprünglichen Bogengröße. Bei einem Bogen von 25 mal 40 Zoll könnte ein 4to-Buch vor dem Beschneiden etwa 10 mal 12,5 Zoll messen, wobei die genauen Größen vom ursprünglichen Bogen und der verwendeten Druckmaschine abhängen.

In der Handeinbanderei und in Druckabläufen liegt das 4to zwischen Folio (eine Falzung, zwei Blätter) und Oktav (drei Falzungen, acht Blätter). Ein Folio ist größer und imposanter, ein Oktav kleiner und tragbarer. Das 4to wurde zum Standard für bedeutende Bücher: umfangreiche Nachschlagewerke, illustrierte Bände und hochwertige Ausgaben, bei denen Lesbarkeit wichtig war, Gewicht aber akzeptabel. Technische Handbücher, wissenschaftliche Abhandlungen und fein gedruckte Werke erschienen in der Zeit des Bleisatzes häufig im 4to-Format.

Signaturen und Herstellung

Jeder gefaltete Bogen heißt Signatur oder Lage. Ein 4to-Buch aus mehreren Druckauflagen würde Signaturen haben, die ineinander verschachtelt sind, wobei die äußerste Signatur den Umschlag bildet und innere Lagen die Seitenzahl aufbauen. Wenn ein Buchbinder fünfzig Signaturen erhielt, ergab das vierhundert Blätter. Die Seitenzählung musste sorgfältig geplant werden, damit beim Falten und Verschachteln die Seitenzahlen fortlaufend liefen. Drucker verwenden 4to noch heute als Größenangabe, obwohl Lithografie und digitale Drucktechniken die traditionelle Faltdisziplin für moderne Betriebe weniger kritisch gemacht haben.

Die Abkürzung '4to' erscheint in Kolophonen, auf Titelseiten und in Katalogisierungsdaten, um das Format schnell anzuzeigen. Bibliografen und Antiquare nutzen sie, um die physische Kategorie eines Buches auf einen Blick zu unterscheiden. Ein 4to-Band nimmt einen anderen Preis und Lagerfläche in Anspruch als ein Oktav mit gleichem Inhalt, und Sammler erkennen das Format als Indikator für den ursprünglichen Markt und das Prestige des Buches. In modernen Druckspezifikationen wird 4to seltener erwähnt als früher, bleibt aber ein präziser und unmissverständlicher Begriff zur Beschreibung historischer Bücher und zum Abgleich von Nachdrucken mit ihren Originalformaten.

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