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Drucktechnik

Ausschießen

Englisch: impose

verbDrucktechnikarchaic

Spalten oder Seiten von Schriftsatz beziehungsweise Druckplatten in richtiger Ordnung auf dem Drucktisch oder Ausschießstein anordnen und in einer Form fixieren zur Vorbereitung des Drucks.

Impositionieren: Anordnung von Schriften und Druckplatten für die Presse

Impositionieren bedeutet, Schriftsätze oder Druckplatten in der richtigen Reihenfolge und Position auf dem Pressenbett anzuordnen und sie dann mit Keilen und Ausgleichsmaterial in einem Metallrahmen, dem Druckrahmen, festzulegen. Dieser Vorbereitungsschritt wandelt lose Komponenten in eine verriegelte Form um, die zum Druck bereit ist. Bei einer Flachbettmaschine liegen die gesetzten Seiten oder Platten auf einer Stahlfläche, dem Impositionsbrett, während die Arbeitskraft jedes Element nach einem Layoutplan positioniert und dann durch Keile (expandierbare Metallkeile) Druck ausübt, um alles starr zu halten.

Der Begriff stammt vom lateinischen imponere, was "aufsetzen" bedeutet und die wörtliche Handlung des Setzens von Schriften auf das Brett oder Bett beschreibt. Bei handwerklicher Bleisatzarbeit zeigt der Impositionsplan die Seitenzahlen in ihrer Druckfolge, nicht in Lesefolge, so dass nach dem Druck beim Falten der Papierbögen die Seiten in der richtigen Reihenfolge liegen. Eine 16-seitige Lage erfordert zum Beispiel, dass die Seiten 1, 2, 15, 16 nebeneinander auf dem Pressenbett liegen, damit sie nach dem Falten und Schneiden aufeinanderfolgende Seiten im gebundenen Buch bilden.

Impositionsvarianten und Druckbetrieb

Bei Zylinder- und Rotationspressen verläuft der Impositionsprozess anders, da gekrümmte Stereotype oder flexible Fotopolymerplatten um Zylinder gewickelt werden, anstatt flach zu liegen. Der Plattenbelichter muss bei der Positionierung der Elemente Umfang und Wickelspannung berücksichtigen. Bei Vorder- und Rückseitemulation wird eine Seite eines Bogens mit allen korrekt positionierten Seiten bedruckt, dann wird der Bogen umgewendet und erneut eingelegt, um die Rückseite mit demselben Druckrahmen und den Platten zu bedrucken. Dieses wirtschaftliche Verfahren spart bei kleinformatigen Arbeiten Zeit beim Einrichten, verlangt aber präzise Positionierung und sorgfältige Zuführung.

Fehlerhafte Impositionierung führt zu Druckfehlern: Seiten nach dem Falten in falscher Reihenfolge, Stege zu eng oder zu weit, Marginaltext beim Schneiden abgeschnitten und Nichtübereinstimmung zwischen Vorder- und Rückseite. Keile, die während des Drucks verrutschen, oder Holzmaterial, das Feuchtigkeit aufnimmt und quillt, können die verriegelte Form mikroskopisch verschieben, was sich auf den Abdrücken als Wandern oder Verschleifen zeigt. Heute wird die Impositionierung von Prepress-Software übernommen, die Film oder Platten bereits korrekt positioniert erzeugt, aber der Begriff bleibt im allgemeinen Druckvokabular bestehen und ist in Handsatz- und kleinen Letterpress-Druckereien weiterhin unverzichtbar.

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