SpracheEnglishDeutsch
Schiffbau und Werft

Beißer

Englisch: bitter

Eine Windung eines Taus um die Poller.

Belag: eine Windung eines Seils um den Poller

Ein Belag ist eine einfache Windung oder Umschlingung eines Seils, Taues oder einer Kette um einen Poller, einen senkrechten Pfosten oder ein Pfostenpaar, das auf dem Schiffsdeck befestigt ist und zum Sichern von Festmachungsleinen dient. Wenn ein Schiff an einem Pier oder einem anderen Schiff festmacht, wird das Festmachungstau mehrfach um die Poller gewickelt, um Reibung und Haltekraft zu erzeugen. Jede vollständige Windung wird als ein Belag gezählt.

Die Anzahl der Beläge hängt von der Bruchfestigkeit des Taues und der Last ab, die es halten muss. Ein großes Stahlkabel unter Spannung eines schweren Schiffes könnte zwei oder drei Beläge benötigen, um sicher zu sein, während ein leichteres Kunststoffseil möglicherweise nur einen benötigt. Die Windungen werden sorgfältig gelegt, so dass jede Umschlingung parallel zur vorherigen liegt und Reibung aufbaut, ohne sich zu kreuzen oder zu verklemmen. Der richtige Abstand ermöglicht es, das Kabel bei Bedarf schnell freizugeben.

Technik und Fachbegriffe

Ein Belag um den Poller unterscheidet sich von anderen Knoten oder Stichen, da er auf der Reibung zwischen dem Kabel und dem Pfosten beruht und nicht auf der Geometrie eines Knotens. Hafenarbeiter und Decksmannschaft verwenden den Begriff, um ihre Arbeit zu koordinieren: Ein Matrose auf dem Deck könnte einem anderen Besatzungsmitglied zurufen 'zwei Beläge', um anzugeben, wie viele Windungen anzubringen sind. Der Begriff taucht auch in der Redewendung 'bis zum bitteren Ende' auf, die sich auf das letzte Ende eines Taues bezieht, nachdem die gesamte brauchbare Länge ausgegeben wurde.

Moderne Containerschiffe und Tanker haben motorisierte Winden, die die meiste Festmachungsarbeit erledigen, aber das Prinzip bleibt unverändert. Bei kleineren Schiffen, Schleppern und in manchen Notfällen ist die manuelle Anwendung von Belägen noch immer notwendig. Die Reibungshaltekraft kann überraschend groß sein: drei Beläge mit einem 16 Millimeter Drahtseil können eine erhebliche Last halten, da die Umschlingung den mechanischen Vorteil vervielfacht.

Das Wort Belag erscheint in Schiffstagebüchern und Festmachungsanweisungen seit Jahrhunderten, lange bevor die moderne Poller-Hardware entwickelt wurde. Seine Herkunft kommt wahrscheinlich vom niederländischen Wort 'beting', das sich auf das Sichern oder Binden bezieht. Heute bleibt es essentielles Fachvokabular für alle, die mit Schiffsfestmachung, Hafen- oder Schiffssicherheit arbeiten, auch wenn Ausrüstung und Verfahren immer mechanischer geworden sind.

Mehr aus Marine and shipyard

Alle ansehen

Get the Word of the Day

One industrial term every day, with the trade it belongs to and why it is worth knowing. No advertising.