SpracheEnglishDeutsch
Bahntechnik

Fahrdienstschreiber

Englisch: booking lad

nounBahntechnikdated

Ein junger männlicher Angestellter in einer Signalstelle, der die Zugbewegungen an der Stelle aufzeichnet.

Booking Lad: Der Fahrdienstschreiber, der jeden Zug registrierte

Ein Booking Lad war ein junger Eisenbahnbediensteter in einem Stellwerk, dessen Hauptaufgabe darin bestand, die Zugvorbeifahrten in ein Fahrtenbuch oder Register einzutragen. Mit Bleistift oder Feder notierte er die Uhrzeit der Zugvorbeifahrt, die Zugnummer oder Beschreibung und manchmal auch sein Ziel oder die Anzahl der Wagen. Diese Aufzeichnung diente als amtliches Dokument der Zugbewegungen für den Betrieb und die Verwaltung und bildete einen Teil des Verkehrsbuchs der Eisenbahn.

Die Rolle entstand im 19. Jahrhundert, als Stellwerke zu festen Bestandteilen von Eisenbahnstrecken wurden. Vor automatischen Zugmeldeanlagen waren die schriftlichen Aufzeichnungen des Booking Lad unverzichtbar, um Zugpositionen zu verfolgen, Abstände zwischen Zügen zu regeln und Verspätungen oder Störfälle zu untersuchen. Auf stark befahrenen Strecken konnte der Lad in den Spitzenlastzeiten alle paar Minuten einen Zug eintragen. Das Geschäft erforderte leserliche Handschrift, Sorgfalt und die Fähigkeit, schnell und genau zu arbeiten, während der Fahrdienstleiter neben ihm Hebel betätigte und Weichen schaltete.

Der Booking Lad in der Stellwerk-Hierarchie

Der Booking Lad hatte eine bestimmte, aber untergeordnete Stellung. Er arbeitete unter dem Fahrdienstleiter oder Stellwerksmeister, der für die sichere Zugbeförderung verantwortlich war. Die Einträge des Lad wurden oft vom Fahrdienstleiter überprüft, bevor das Fahrtenbuch am Ende einer Schicht oder Woche zur Dienststelle ging. Die Ausbildung erfolgte typischerweise im Betrieb: Ein neuer Lad lernte Zugklassen zu erkennen (Schnellzug, Güterzug, Nahverkehr) und konnte Spitzenlastzeiten antizipieren, um sich auf bewegte Phasen vorzubereiten.

Der Begriff 'Booking Lad' war auf britischen Eisenbahnen verbreitet und blieb bis ins 20. Jahrhundert gebräuchlich, obwohl die Funktion mit der Einführung von automatischen Signalern, Streckentelegraphen und später elektronischen Zugbeschreibungsanlagen allmählich überflüssig wurde, die Zuginformationen automatisch ausdruckten. In den 1970er und 1980er Jahren war die Position auf modernisierten Strecken weitgehend verschwunden, obwohl einige Stellwerke auf weniger befahrenen Abschnitten noch manuelle Eintragungen behielten. Der Titel ist heute historisch; seit vielen Jahrzehnten werden keine neuen Booking Lads mehr eingestellt.

Der Beruf war oft ein Einstieg für junge Männer in den Eisenbahndienst und konnte zur Beförderung zum Fahrdienstleiter führen, wenn sie sich als geeignet zeigten und die notwendigen Prüfungen bestanden. Das Fahrtenbuch des Booking Lad, sorgfältig geführt und archiviert, hinterließ eine Papierroute des Zugverkehrs, die sich heute in Eisenbahnarchiven als wertvoll erhaltener Bestand für spezifische Strecken und Daten erhalten hat.

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