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Bergbau und Gewinnung

Tossing

Englisch: tossing

Verfahren zum Waschen von Erzen durch heftige Bewegung im Wasser, um leichtere oder erdige Teilchen abzutrennen; Tozen.

Tossing: gewaltsames Wasserwaschen zur Trennung von Erz von Bergematerial

Tossing ist ein schwerkraftbasiertes Erzaufbereitungsverfahren, bei dem Erz heftig in Wasser bewegt wird, um Unterschiede in Dichte und Körngröße auszunutzen. Das leichtere Nebengestein, Ton und verwittertes Material werden suspendiert und weggespült, während schwerere Erzpartikel absetzen oder sich konzentrieren. Dieses Verfahren geht zeitlich vor mechanischen Sieben voraus und bleibt in Alluvial- und Seifenerzbetrieben nützlich, wo die Erze bereits teilweise vom Nebengestein befreit sind.

Die Ausrüstung ist einfach: eine hölzerne oder metallische Wanne oder Rinne mit einem mechanischen Rührwerk, typischerweise ein Arm oder Paddel, das von einem Wasserrad, einer Dampfmaschine oder Handarbeit angetrieben wird. Die Erztrübe wird mit ausreichend Wasser in die Wanne eingefüllt, um eine turbulente, sprudelnde Bewegung zu erzeugen. Gröberes Material setzt sich schnell ab; feinere Abfallstoffe bleiben suspendiert und fließen über einen Wehr oder Überfall ab. Tossing funktioniert am besten bei Erzen mit ausgeprägtem Dichteunterschied, wie Kassiterit (Dichte 6,8 bis 7,0) in Verbindung mit Quarz und Feldspat, oder Rohgold und Alluvial-Zinn.

Varianten und Zusammenhang

Im Kleinbergbau und in der handwerklichen Bergbau wird Tossing oft von Hand mit einer flachen Pfanne oder einem Korb durchgeführt, der gekippt und geschüttelt wird, um Feinerze wegzuwaschen. Industrielle Tossing-Maschinen, manchmal in ihren verfeinerten Formen Setzmaschinen oder Schüttelherden genannt, arbeiten nach dem gleichen Prinzip, aber mit kontrollierter hin- und hergehender oder oszillierender Bewegung. Der Begriff "Tozing", eine ältere Schreibweise, erscheint in Bergbautexten des 18. und 19. Jahrhunderts und bezieht sich auf die gleiche Praxis. Tossing unterscheidet sich vom Waschen von Hand, das langsame Kreisbewegungen nutzt, und vom Schlämmen, wo Erz kontinuierlich einen geneigten Kanal hinunterfließt.

Die hauptsächliche Einschränkung ist, dass Tossing bei feinem Erz oder wenn Erz und Nebengestein ähnliche Dichten haben, schlecht funktioniert. Es erfordert auch eine zuverlässige Wasserversorgung und kann Schlamm und suspendierte Feststoffe erzeugen, die Absetzbecken erfordern. In Festgesteinsbergwerken, die grob zerbrochenes Erz aus dem Untertagebau aufbereiten, ist Tossing weitgehend durch Dichtetrennung und Flotation verdrängt worden. In Alluvialbergwerken und in Regionen, wo mechanische Sortierung teuer oder unpraktisch ist, bleibt Tossing jedoch eine Standardstufe der Aufkonzentrierung.

Der Name spiegelt die Aktion selbst wider: Das Erz wird in Wasser umhergeworfen, bis leichtere Partikel sich trennen und weggehen. Die historische Praxis kombinierte Tossing oft mit Buddling, einem sanfteren Waschen in flachen Rinnen, um ein marktfähiges Konzentrat zu erzeugen, das zur Verhüttung oder weiteren Behandlung bereit ist.

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