Schließer
Englisch: clicker
Ein Arbeitskraft, der die Lettern in der Form einsperrt, um sie druckfertig zu machen.
Clicker: der Handbetrieb, der Schrift in die Form sperrt
Ein Clicker ist ein Druckerei-Facharbeiter, der gesperrte Schrift für die Druckmaschine vorbereitet, indem er sie in die Form (den Stahlrahmen, der die Schrift während des Drucks hält) einlegt und mit Stegen, Schließkeilen und anderem Spatium befestigt. Der Beruf erfordert genaues räumliches Denken und körperliche Kontrolle: Ein Clicker muss überprüfen, dass alle Sorten richtig verteilt sind, dass die Zeilenlängen genau stimmen, und dass die finale gesperrte Form während des Drucks nicht verrutscht oder sich verformt.
Der Begriff stammt vom Klicken der Schließkeile, metallene Expansionskeile, die die Schrift in der Form festziehen. Wenn ein Clicker den Schlüssel des Schließkeils betätigte, klickte oder sprang das Metall, wenn es die Schrift griff. Mitte des neunzehnten Jahrhunderts hatte sich das Wort in der Branche als Substantiv für den Arbeiter eingeprägt, nicht für das Geräusch.
Clicker arbeiteten von Impositionen (Layouts, die von Setzern vorbereitet wurden) und mussten Durchschuss, Zeilenlängen, Steggrößen (üblicherweise in Cicero und Punkt gemessen) sowie die Wirkung von Materialien wie Messinglinien und Reglets verstehen, um Elemente horizontal und vertikal zu spatieren. Die erforderliche Genauigkeit war hoch: eine gesperrte Form mit lockerem oder ungleichmäßigem Spatium würde während des Drucklaufs zu Farbflecken oder Schriftschäden führen. Ein Clicker konnte mit Holzschrift für Plakate, Metallsorten für Buch- und Zeitungsarbeiten oder gemischten Materialien für Akzidenzdrucke (kleinformatige Geschäftsdrucke) arbeiten.
Fehler beim Sperren konnten nicht in der Maschine korrigiert werden: ein Fehlurteil des Clickers bedeutete einen Produktionsstillstand und die Kosten für das Auflösen und Neusperren der Form. Erfahrene Clicker waren wertvoll, weil sie schnell arbeiteten, ohne dabei an Genauigkeit zu verlieren. Sie waren verschieden von Setzern (die die Schrift setzten) und Maschinenführern (die von der gesperrten Form druckten) und nahmen eine kritische Zwischenstufe in der manuellen Druckherstellung ein.
Die Rolle ist mit der Einführung von Offsetlithografie und digitaldruck weitgehend verschwunden. In zeitgenössischen Druckereien für Kunstdruck und Geschichtswerkstätten lebt der Begriff in den Köpfen von Praktikern weiter, die die alten Arbeitsteilungen verstehen, obwohl die Funktionen nun oft von derselben Person übernommen werden, die setzt und druckt.