Schörl
Englisch: cockle
Das Mineral schwarzer Turmalin oder Schörl
Cockle: Schwarzer Turmalin in der Bergbauterminologie
Cockle ist die Bergmannsbezeichnung für Schörl, die eisenreiche schwarze Varietät des Turmalins, die in Pegmatiten und metamorphen Gesteinen vorkommt. Sie tritt als prismatische Kristalle auf, oft längsverlauf gestrichelt, und reicht je nach Eisengehalt und Verwitterung von undurchsichtigem Schwarz bis Dunkelbraun. Der Begriff wird regional in Zinn- und Granitabbaugebieten verwendet, besonders in Cornwall und anderen Hartgesteins-Bergbauregionen.
Im Gelände wird Cockle an seiner Härte (7 bis 7,5 auf der Mohs-Skala), seinem dreiseitigen oder sechseckigen Querschnitt und seiner Sprödigkeit im Vergleich zu Quarz erkannt. Es spaltet nicht sauber; stattdessen bricht es unregelmäßig. Bei durchfallendem Licht kann Schörl eine sehr dunkle braune oder undurchsichtige Beschaffenheit zeigen, was ihn von den transparenteren Turmalin-Varietäten unterscheidet, die von Gemmologen geschätzt werden.
Vorkommen und praktische Bedeutung
Cockle entsteht typischerweise bei der Spätkristallisation von Pegmatiten und ist häufig in granitischen Gesteinen, die durch pneumatolytische Prozesse verändert wurden. Bergleute und Steinbrucharbeiter treffen darauf als Akzessoriummineraly in Granit- und Pegmatit-Abbauflächen. Es hat keinen kommerziellen Wert als Erz oder Schmuckstein, aber sein Vorkommen kann die Nähe zu produktiven Pegmatitzonen anzeigen oder das Verständnis der Wirtsgesteinsveränderung unterstützen.
Die Etymologie von "Cockle" in diesem Kontext bleibt unsicher; sie könnte von einem älteren Dialektbegriff stammen oder das muschelschalenähnliche Aussehen des Minerals beim Bruch widerspiegeln. Der Begriff ist heute vor allem historisch und regional, erscheint kaum noch in moderner Fachliteratur außerhalb von Bergbau-Dokumentationen. Geologen verwenden üblicherweise die formale Bezeichnung Schörl.