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Bauwesen

Raupenkran

Englisch: crawler crane

Kran, der sich auf Raupenketten auf einer Baustelle bewegen kann.

Raupenkran: mobile Hubkraft auf Kettenfahrwerk

Ein Raupenkran ist eine schwere Hebemaschine mit Gittermast, die auf einem drehbaren Oberwagen sitzt und von zwei endlosen Raupenketten statt Rädern angetrieben wird. Die Ketten verteilen das enorme Eigengewicht der Maschine auf eine viel größere Bodenfläche, sodass sie über weiches, sumpfiges oder unebenes Gelände fahren kann, ohne einzusinken oder besondere Bodenvorbereitung zu benötigen. Anders als Mobilkrane auf Luftreifen können Raupenkrane lockere Aufschüttungen, Tonböden und Schnee durchfahren und dabei beim Heben die Standsicherheit bewahren.

Raupenkrane gibt es in Standardausführungen von 25 Tonnen bis über 600 Tonnen Tragfähigkeit. Die Mastlänge liegt zwischen 60 und 300 Fuß oder mehr und kann mit Flaschenzügen, Magnetköpfen oder Greiferschaufeln ausgerüstet werden. Die Ketten selbst sind normalerweise 4 bis 8 Fuß breit, aus Stahlblechen mit Gummi- oder Stahlauflagen gefertigt und werden von hydraulischen Motoren mit Geschwindigkeiten angetrieben, die selten 1 Meile pro Stunde überschreiten. Der Fahrer sitzt in einer Kabine auf dem drehbaren Oberwagen, der sich kontinuierlich um 360 Grad drehen kann.

Bewegung und Aufbauunterschiede

Um einen Raupenkran zwischen Baustellen zu verfahren, ist ein Schwertransporter oder ein selbstfahrendes modulares Transportfahrzeug erforderlich, da der Kran nicht mit Arbeitsgeschwindigkeit auf öffentlichen Straßen fahren kann. Auf der Baustelle positioniert sich die Maschine selbst: Der Fahrer kann vorwärts, rückwärts oder drehen, während der Kran bereits unter Last arbeitet, was ihn besonders nützlich in beengten Verhältnissen oder bei Feinjustierungen macht. Die breite Kettenaufstandsfläche schafft einen großen Platzbedarf, typischerweise 30 bis 60 Fuß breit je nach Modell, was den Zugang durch enge Passagen einschränken kann.

Die Standsicherheit unter Last hängt vollständig von der Tragfähigkeit des Bodens und der Gewichtsverteilung auf die Ketten ab. Eine schlecht vorbereitete Bodenfläche oder weiches Erdreich können zu Kriechen führen, wobei der Kran während der Lastaufnahme langsam absackt. Bedienungsfehler bei der Schätzung der Kettenbelastung oder Fehler bei der Berechnung des Auslegerwinkels und der Lastentfernung können zum Umkippen führen. Da die meisten Modelle keine Stützfüße haben, wird der sichere Auslegebereich allein durch die Kettengeometrie und das Gegengewicht bestimmt.

Raupenkrane dominieren schwere Industriearbeiten: Brückenbau, Kraftwerksmontage, Stahlarbeiten und Platzierung großer Behälter oder vorgefertigter Betonelementen. Sie sind langsamer und teurer zu mobilisieren als Mobilkrane, aber ihre Fähigkeit, unter schwierigen Bedingungen zu arbeiten und unter Last ohne Neuaufstellung zu repositionieren, macht sie bei großen Projekten mit schlechten Bodenverhältnissen oder beengtem Arbeitsraum unverzichtbar.

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