verrechenbar
Englisch: distributable
Kosten, die nicht direkt mit einem bestimmten Konto verbunden sind
Verteilbar: Gemeinkosten, die sich nicht auf einen einzelnen Auftrag zurückführen lassen
In der Baubuchhaltung ist ein verteilbarer Kostenpunkt eine Ausgabe, die mehreren Projekten oder Konten zugute kommt, sich aber nicht direkt auf ein einzelnes zurückführen lässt. Anders als Arbeitslohn auf einem bestimmten Bau oder Materialien für ein bestimmtes Fundament entstehen diese Kosten firmenübergreifend und müssen verhältnismäßig auf die abrechenbaren Arbeiten verteilt werden. Häufige Beispiele sind Bauleitung, Gerätemietung auf dem Hof, Versicherungsprämien, Nebenkosten der Zentrale und Fahrzeugunterhalt für Firmenfahrzeuge, die im Wechsel eingesetzt werden.
Die Herausforderung bei Verteilbaren liegt in der Umlegung. Ein Projektleiter kann einen Kostensatz nicht einfach auf einen Auftrag buchen, wenn die Ausgabe gleichzeitig drei Aufträgen dient. Stattdessen verteilt die Buchhaltung diese Kosten üblicherweise mit einem Satz oder Zuschlagfaktor auf Grundlage von direkten Arbeitsstunden, Materialkosten oder anderen messbaren Faktoren. Wenn eine indirekte Führungskraft ihre Zeit auf fünf Projekte verteilt, wird ihr Lohn als Verteilbarer nach Zeitaufwand oder auf den jeweiligen Auftrag gebuchten Lohnbestandteilen umgelegt.
Warum die Unterscheidung wichtig ist
Die korrekte Umlage von verteilbaren Kosten wirkt sich unmittelbar auf Auftragskalkulationen, Rentabilitätsanalysen und Angebotserstellung aus. Unterkalkulation versteckt Verluste, Überkalkulation macht Sie im Wettbewerb unrentabel. Baunternehmen etablieren während der jährlichen Budgetierung üblicherweise einen Gemeinkostensatz oder Zuschlagsfaktor, ausgedrückt als Prozentsatz der direkten Kosten oder Arbeitslöhne. Dieser Satz berücksichtigt die Verteilbaren in den Gesamtkosten jedes Projekts, damit nichts übersehen wird und kein Auftrag einen anderen unfair subventioniert.
Verteilbare unterscheiden sich grundlegend von direkten Kosten, die gegen spezifische Arbeitszuweisungen erfasst werden, und von reinen Unternehmensgemeinkosten, die gegen den Gewinn geschrieben werden, statt umgelegt zu werden. Manche Firmen klassifizieren Verteilbare als projektindirekte Kosten, wenn sie ein einzelnes Baustellengelände unterstützen, aber mehrere Kostenpunkte darin betreffen, wie das Büro-Bauwagen des Generalunternehmers oder der Sicherheitsbeauftragte auf der Baustelle. Die Nomenklatur ist je nach Betrieb und Branchengebrauch unterschiedlich.