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Bergbau und Gewinnung

Farmer

Englisch: farmer

Feldherr oder Person, die ein Feldstück und Recht der Krone bewirtschaftet.

Farmer: Bergbauunternehmer, der für eine Grubenpacht feste Miete zahlt

In der Bergbauterminologie ist ein Farmer ein Unternehmer, der eine Schürfberechtigung oder einen Bergbauanspruch pachtet und dem Staat oder dem Mineralienbesitzer eine feste jährliche Miete zahlt, unabhängig von der Förderleistung. Der Farmer trägt die Kapitalkosten für Erschließung und Abbau, behält jeden Gewinn über der Mietsverpflichtung und trägt Verluste, wenn sich das Vorkommen als unrentabel oder unproduktiv erweist. Dies unterscheidet den Farmer vom Tributsystem, bei dem die Zahlung an die Erztonnen oder den Wert der geförderten Rohstoffe gekoppelt ist.

Das System stammt aus dem mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Metallbergbau, wo Landbesitzer Abbaurechte auf ihrem Grundstück vergaben. Ein Farmer konnte den Betrieb direkt mit Lohnarbeitern bewirtschaften oder Teile an andere Unternehmer untervermieten. Die Miete des Farmers wurde typischerweise in Pfund Sterling pro Jahr angegeben und vierteljährlich oder jährlich bezahlt. In einigen Ländern, besonders beim Zinn- und Kupferbergbau in Cornwall und Devon, war der Farmer auch für die Instandhaltung des Stolls (Entwässerungsstollen) und die Hinterlassung eines arbeitsfähigen Grubenbaus für den nächsten Betreiber verantwortlich.

Regionale Unterschiede und moderne Verwendung

Die Bezeichnung hielt sich am längsten in britischem und Commonwealth-Bergbaurecht. Australische und südafrikanische Abbaukonzessionen bewahrten die Farmer-Struktur teilweise bis ins 20. Jahrhundert. Das Farmer-Modell eignet sich für kleine, sporadische Betriebe mit unsicheren Erzgehalten; die feste Miete verminderte die Verwaltungslast des Verpächters. Mit der Konzentration des Bergbaus in großen Konzernstrukturen wurden die meisten Pachtverträge jedoch durch Royalty-Klauseln oder Gewinnbeteiligungen ersetzt, die die Anreize stärker an die tatsächliche Förderung knüpfen.

Der Erfolg eines Farmers hing stark von genauen Erzschätzungen vor Arbeitsbeginn ab. Bei schlechter geologischer Erkundung konnte ein Farmer Jahre lang Miete für ein unwirtschaftliches Vorkommen zahlen. Umgekehrt konnte ein Farmer, der auf eine reiche Erzpartie stieß, erhebliche Gewinne erzielen. Der Farmer war auch für die Einhaltung von Arbeitsbedingungen, Sicherheitsstandards (wo diese existierten) und Rekultivierungsverpflichtungen verantwortlich, was alles die Gewinnmargen schmälerte.

Der Begriff ist heute in aktiven Bergbauunternehmen weitgehend historisch, wird hauptsächlich in Bergbaugesetztexten und Grundbuchauszügen verwendet. Moderne Abbaukonzessionsverträge regeln stattdessen Royalty-Prozentsätze, Förderungsschwellen und Gewinnbeteiligungsformeln. Jedoch arbeiten handwerkliche und kleinmaßstäbliche Bergbaubetriebe in einigen Entwicklungsländern noch unter informellen Pachtvereinbarungen mit lokalen oder nationalen Behörden.

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