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Bahntechnik

Signalstellwerk

Englisch: gate box

Ein Stellwerk zur Steuerung eines Bahnübergangs.

Schrankenhaus: das Signalgebäude an einem Bahnübergang

Ein Schrankenhaus ist ein kleines Gebäude, meist aus Stein oder Holz, das an einem Bahnübergang steht, wo eine Eisenbahnlinie eine Straße kreuzt. Seine Aufgabe ist es, den Betriebsmechanismus und die Steuerung für die Schranken oder Schlagbäume zu beherbergen und einen Arbeitsplatz für den Schrankenwaärter oder Operator bereitzustellen, der den Straßenverkehr überwacht und die sichere Durchfahrt für Eisenbahn- und Straßenverkehr gewährleistet.

Das Gebäude enthält typischerweise mechanische oder elektromechanische Ausrüstung, die die Schranken in Reaktion auf herannahende Züge hebt und senkt. Diese Ausrüstung ist mit der Gleisschaltung oder dem Signalsystem verbunden, so dass die Schranken automatisch senken, wenn ein Zug in einem bestimmten Abstand zum Übergang erkannt wird, normalerweise zwischen 400 und 600 Metern je nach Streckengeschwindigkeit. Der Operator überwacht Zugbewegungen, Straßenverkehr und Schrankenpositionen durch eine Kombination aus Gleismessgeräten, Signalhebeln, Läutewerken und direkter Beobachtung durch die Fenster des Schrankenhauses.

Manuelle und automatisierte Bedienung

Auf schwach belasteten Strecken oder älteren Übergängen beherbergt das Schrankenhaus manuelle Hebelwerke, mit denen der Waärter die Schranken und Schlagbäume von Hand bedient. Auf stark befahrenen Strecken enthält das Gebäude halb- oder vollautomatische Ausrüstung; bei vollautomatischen Anlagen arbeiten die Schranken ohne Operator, wobei ein Schrankenhaus noch vorhanden sein kann, um die Steuerausrüstung und einen Betreuer oder Inspektor zu beherbergen. Die Ausrüstung umfasst Gegengewichte, hydraulische oder elektrische Motoren sowie Sensoren zur Erkennung von Funktionsstörungen oder Hindernissen.

Schrankenhäuser werden so nah wie die Sicherheitsbestimmungen erlauben am Übergang positioniert, normalerweise etwas von der Straße zurückversetzt, um die Struktur vor Fahrzeugkollisionen zu schützen. Das Gebäude muss freie Sichtverhältnisse zum Übergang in beide Richtungen entlang der Straße und der Eisenbahn bieten, da der Operator überprüfen muss, dass der Übergang frei von Verkehr ist, bevor er dem Zug die Durchfahrt signalisiert. Bei einigen Anlagen ergänzen Spiegel oder Videomonitore die direkte Sicht.

Der Begriff 'Schrankenhaus' spiegelt seine primäre Funktion wider: es ist buchstäblich ein Gebäude, das die Betriebsmechanik der Schranken beherbergt. Es wird manchmal Schrankenwaärter-Loge oder Schrankenwaärter-Häuschen genannt, wenn es auch Wohnraum für den Operator enthält. Diese Rolle hat mit der Automatisierung und der Stilllegung von Nebenstrecken stark abgenommen, aber der Begriff bleibt Standard in der Bahnbetriebstechnik und Infrastrukturterminologie der britischen und Commonwealth-Eisenbahnen.

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