SpracheEnglishDeutsch
Bauwesen

verglast

Englisch: glazed

adjectiveBauwesen

Mit Glas in den Fenstern versehen.

verglast: mit Glasscheiben oder einer glasartigen Beschichtung ausgestattet

Im Bauwesen bezeichnet Verglasung das Einbauen von Glasscheiben in Fensterrahmen, Türen oder andere Öffnungen. Ein verglastes Fenster oder eine verglaste Tür ist eines, bei dem Glas zugeschnitten, in den Rahmen eingepasst und mit Glaserkitt, Silikon oder mechanischen Dichtungen abgedichtet wurde. Das Glas sitzt in Nuten, sogenannten Falzen, und wird durch Glaserkitt oder moderne synthetische Dichtstoffe gehalten. Doppelverglasungen, seit den 1980er-Jahren verbreitet, sandwichen zwei Scheiben mit einem Luftspalt oder Edelgas dazwischen für die Wärmeisolation.

Glaserarbeiten erfordern Präzision. Die Glasdicke variiert je nach Anwendung: Einzelscheiben in älteren Gebäuden haben 3 bis 4 mm, während moderne versiegelte Doppelglaseinheiten insgesamt typischerweise 24 bis 28 mm dick sind, mit jeder Scheibe zwischen 3 und 6 mm je nach Wetterexposition und Wärmeanforderungen des Fensters. Gehärtetes oder Verbundglas wird dort spezifiziert, wo Stoßfestigkeit oder Sicherheit ein Thema ist, etwa bei Fenstern im Erdgeschoss oder Glastüren.

Häufige Schäden und Varianten

Verglasungsschäden treten auf, wenn Dichtstoffe verschleißen und Wasser eindringt oder sich Kondenswasser zwischen den Scheiben bildet. Randdichtungen in Doppelglaseinheiten halten typischerweise 10 bis 20 Jahre, bevor sie ausfallen. In industriellen oder gewerblichen Anwendungen nutzt Strukturverglasung Kleber-Silikon, um Glas direkt am Gebäuderahmen zu befestigen und sichtbare Rahmenteile zu vermeiden; dieses Verfahren erfordert sorgfältige Kontrolle der Aushärtezeit und Temperatur des Dichtstoffs. Rahmenlose Verglasung, beliebt bei Schaufenstern, stützt sich ganz auf mechanische Befestigungen und Kanten-Silikon.

Der Begriff verglast gilt auch für Oberflächenfinishes auf Ziegeln, Fliesen und Keramik, bei denen während des Brandes eine glasartige Schicht aufgeschmolzen wird. In diesem Zusammenhang ist es chemisch verschieden von Fensterverglasungen, obwohl beide eine glatte, undurchlässige, glasartige Oberfläche schaffen. Im Mauerwerk werden verglaste Ziegel in feuchten Umgebungen oder dort spezifiziert, wo Reinigbarkeit wichtig ist, wie in Küchen oder Laboren.

Glasermeister müssen bei der Abdichtung von Glas in Rahmen Gebäudebewegungen, thermische Ausdehnung und Windlasten berücksichtigen. Unzureichender Spielraum oder zu festes Versiegeln kann zu thermischen Spannungsrissen führen. Bei Denkmalschutzarbeiten werden ursprüngliche Verglasungsmuster und Kittprofile manchmal mit traditionellem Leinölkitt statt moderner synthetischer Stoffe nachgebildet, um Authentizität zu bewahren und traditionelle Reparaturmethoden zu ermöglichen.

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