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Drucktechnik

Imposé

Englisch: imposition

Anordnung der Seiten eines Druckprodukts auf dem Druckbogen, um die Seiten im Endprodukt in korrekter Reihenfolge zu erhalten.

Impositionsdruck: wie Seiten auf dem Druckbogen landen

Impositionsdruck ist die räumliche Anordnung einzelner Seiten auf einem großen Druckbogen, bevor Farbe das Papier berührt. Ein einzelner Bogen trägt mehrere Seiten in präzisem Muster, sodass die Seiten nach dem Falten, Schneiden und Zusammentragen in der richtigen Lesefolge im Endprodukt landen. Ohne korrekte Impositionsdruck wird ein gedrucktes Buch oder ein Prospekt zur unbrauchbaren Unordnung.

Die Anordnung hängt vollständig vom Endprodukt ab. Ein einfaches vierseitiges Faltblatt kann alle vier Seiten auf einem Bogen impositionieren; nach dem Druck und einmaligem Falten landen die Seiten in der richtigen Reihenfolge. Ein 16-seitiges Druckprodukt mit Rückenstich benötigt zwei Bögen, jeder trägt acht Seiten in einem spezifischen Spiegelmuster, sodass die Außenseiten auf den äußeren Kanten drucken und innere Seiten am Rücken aufeinandertreffen. Ein 32-seitiges Buch benötigt möglicherweise vier Bögen. Große Kataloge oder Handbücher erfordern noch komplexere Arrangements. Der Impositionsplan muss das Bogenformat, das Seitenformat, die Falzfolge und die Schnittmargen berücksichtigen.

Impositionsdruck in der Praxis

Der Impositionsdruck wird in Prepress-Software eingerichtet, typischerweise in denselben Programmen, die Seitenlayout, Farbseparation und Druckspezifikationen handhaben. Der Operator gibt die Seitenzahl, die Bogendimensionen und die Bindungsart ein, und die Software berechnet die korrekte Anordnung. Marken namens Schnittmarken oder Registriermarken werden hinzugefügt, um Schneidemaschine und Falzmaschine zu führen. Die Impositionsdatei wird dann an das Belichtungsgerät übertragen, gewöhnlich ein Belichter, der den gesamten impositionierten Aufbau in einem Durchgang auf die Druckplatte belichtet.

Der Begriff stammt vom Verb impositionieren, was bedeutet, etwas aufzulegen oder darauf zu setzen. Im alten Bleisatzgewerbe arrangierten Schriftsetzer Bleitype und Klischees physisch in einem Holzrahmen namens Wiegand und impositionierten sie von Hand nach dem korrekten Muster. Der digitale Impositionsdruck automatisiert diese Aufgabe, bewahrt aber sowohl die Logik als auch die Terminologie.

Falsch ausgeführter Impositionsdruck zerstört die Produktion. Ein einzelner Fehler in der Seitenfolge kann den Verschrott einer ganzen Auflage bedeuten. Impositionsdruck bestimmt auch, wie viel Verschnitt um die gedruckten Seiten anfällt, genannt Verschnitt oder Ausschuss. Geschicktes Impositionsdruckplanieren minimiert den Verschnitt und stellt gleichzeitig stabile, wiederholbare Ergebnisse über mehrere Bögen und mehrere Druckauflagen hinweg sicher.

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