Spanish
Englisch: spanish
Unterwerfung unter Spanishing, ein Druckverfahren, bei dem Farbe in die Vertiefungen einer Kunststoffoberfläche an Boden und Seitenwänden aufgetragen wird.
Spanisch: Tinte in vertiefte Mulden in Kunststoff einbringen
Spanisch bedeutet, die eingesunkenen Bereiche einer geprägten oder vertieften Kunststoffoberfläche mit Tinte zu füllen, während die erhöhten Teile sauber bleiben. Das Verfahren funktioniert mit thermoplastischen Folien, die mechanisch oder chemisch geätzt wurden, um ein Muster aus Vertiefungen zu erzeugen, typischerweise 0,5 bis 2 mm tief. Die Tinte setzt sich in diese Mulden und haftet an den Bodenflächen und Seitenwänden, während die Spitzen unbeschichtet bleiben und so eine zweifarbige dekorative oder funktionale Oberfläche entsteht.
Das Spanisch-Verfahren nutzt ölbasierte oder lösemittelbasierte Tinten, die durch Flutbeschichtung, Walzenapplication oder Immersion aufgetragen werden. Der Kunststoffuntergrund, üblicherweise Polyvinylchlorid (PVC), Polystyrol oder Acryl, muss ausreichende Oberflächenrauheit oder Griffigkeit haben, um die Tinte zu halten. Nach dem Auftrag wird überschüssige Tinte von den erhöhten Flächen abgewiped oder abgerakelt, sodass nur die Vertiefungen farbig bleiben. Die Tiefe und Breite der Mulden bestimmen die Tintenaufnahme; zu flach und die Tinte wäscht sich weg; zu tief und das Entfernen von Oberflächentinte wird schwierig.
Diese Veredelungsmethode findet sich häufig auf starren PVC-Verkleidungspanelen, dekorativen Schichtstoffen und geprägten Kunststoffleisten. Sie erzeugt Kontrast und optische Tiefe, ohne die Produktionskosten wesentlich gegenüber dem Anstrich der gesamten Oberfläche zu erhöhen. Das Verfahren wird auch bei Noveltyartikeln und Konsumgütern verwendet, bei denen das Prägemuster selbst das Designelement darstellt.
Häufige Probleme sind Tintenblutig in erhöhte Bereiche, wenn das Lösemittel in die Kunststoffkante eindringt, Tintenansammlung in Ecken sehr tiefer Vertiefungen, wo sie sich dem Entfernen widersetzt, und ungleichmäßige Färbung, wenn der Untergrund Tinte unterschiedlich aufnimmt. Der Name stammt vom spanischen Ursprung der geprägten Kunststoffindustrie, die die Oberflächenfinish in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts populär machte, obwohl der Begriff im Handwerk inzwischen allgemein gebräuchlich ist.
Spanisch unterscheidet sich von der Flutbeschichtung ebener Flächen dadurch, dass die selektive Ablagerung in vertiefter Geometrie sorgfältige Tintenviskosität und Wischdruckkontrolle erfordert. Es unterscheidet sich auch vom direkten Druck auf geprägte Kunststoffe, das photographische Siebe oder Druckplatten nutzt, um Tinte nur an vordefinierten Orten abzulagern, statt alle Vertiefungen wahllos zu füllen.