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Bergbau und Gewinnung

Sohle

Englisch: inset

Öffnung in halber Höhe eines Schachts, die Zugang zu den Zwischenebenen ermöglicht.

Seitenstrecke: eine seitliche Öffnung in einem Schacht in der Tiefe

Eine Seitenstrecke ist ein waagerechter oder annähernd waagerechter Stollen, der von der Wand eines senkrechten oder annähernd senkrechten Schachts in einer Zwischentiefe aufgefahren wird. Sie dient typischerweise dem Zugang zu Erzkörpern oder Arbeitsbereichen, ohne dass Bergleute die volle Schachtlänge abfahren müssen. Sie funktioniert als Abzweigung vom Hauptschacht und ermöglicht es dem Personal und der Ausrüstung, auf bestimmten Sohlen ein- und auszufahren, statt nur an der Oberfläche oder am Schachtgrund.

Seitenstrecken werden senkrecht oder im Winkel zur Schachtwand aufgefahren und können zu Abbaubereichen, Aufschlussstollen oder seitlichen Arbeitszonen führen. Die Öffnung selbst wird üblicherweise mit Holz oder Stahl verzimmert, um die Stabilität zu wahren und das Herausfallen von Gestein aus der Schachtwand zu verhindern. In tiefen Bergwerken ermöglichen mehrere Seitenstrecken in verschiedenen Tiefen die parallele Bearbeitung mehrerer Erzhorizonte gleichzeitig, was Stauungen am Schacht reduziert und die Bewetterung und Förderleistung verbessert.

Der Begriff spiegelt die Position wider: die Seitenstrecke ist buchstäblich in die Wand gesetzt oder genauer gesagt, in das Gestein an einem Punkt in der Schachttiefe zurückgesetzt. Bergwerke mit mächtigen Erzkörpern oder mehreren mineralisierten Zonen haben zahlreiche Seitenstrecken, oft gekennzeichnet nach Tiefe oder Sohlenummer. Das Auffahren einer Seitenstrecke ist kostspielig, daher wird ihre Lage während der Schachtplanung auf Basis der geologischen Kartierung und der geplanten Abbaufolge bestimmt.

Eine Seitenstrecke unterscheidet sich von einer Schachtgrube oder dem Schachtgrund, der die Endkammer am Fuß des Schachts ist. Sie unterscheidet sich auch von einer Schachtverbindung, die zwei Sohlen von unten nach oben verbindet. Die Seitenstrecke wird als Teil der Schachtentwicklung geplant und aufgefahren, während Schachtverbindungen oft später während des Abbaus als sekundäre Verbindungen aufgefahren werden.

Im Hartgesteinsbergbau können Seitenstrecken in einem Schacht Bodensetzungen oder Gebirgsdruck nach Abbau in der Nähe erleiden, was manchmal zu einer Verengung oder Instabilität der Öffnung führt. Regelmäßige Kontrolle und Instandhaltung der Ausbau sind wesentlich, besonders in aktiven Abbaubereichen, wo Vibrationen von Sprengungen oder schweren Maschinen schlecht installierte Holzausbau oder loses Gestein um die Öffnung destabilisieren können.

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