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Schiffbau und Werft

Monkey

Englisch: monkey

Das Gefäß, in dem eine Schiffsmesse ihre volle Rumration erhält.

Monkey: der Groglöbel, der die Schiffsmesse versorgt

In Schiffswerften und Marinetraditionen ist ein Monkey ein kleines hölzernes oder metallenes Gefäß, typischerweise zylindrisch und mit Deckel, zur Verteilung der täglichen Grogration an die Schiffsmesse. Jede Messe, eine Gruppe von Seeleuten, die zusammen essen und leben, erhält ihr volles Kontingent verdünnten Rums oder anderer Spirituosen in diesem Behälter zu einer festgesetzten Zeit, meist am späten Vormittag. Der Monkey sitzt auf dem Messtisch oder der Bank und dient sowohl als Maßstab für gerechte Verteilung als auch als gemeinsamer Trinkpunkt für die Wache.

Der Monkey ist für Haltbarkeit statt Eleganz gebaut. Traditionelle Exemplare wurden aus hartem Holz geschnitzt oder aus verzinntem Stahl gefertigt, dimensioniert für etwa eine Gallone bei einer typischen Messe von acht bis zwölf Seeleuten. Der Deckel verhindert Verschüttungen in rauer See und hält Insekten und Salzgischt aus dem Grog. Ein Seil, oft geflochten, dient als Griff und ermöglicht sicheren Transport vom Spirituosenmagazin, wo der Master-at-Arms oder Quartermaster die tägliche Ration ausgab.

Der Name spiegelt die geringe Größe des Gefäßes und seine Rolle als Behälter, der von Ort zu Ort wandert, ähnlich wie ein kleines Tier. Nach manchen Quellen stammt der Name von Affentricks oder raffinierter Konstruktion ab, denn der Behälter musste in schweren Seen auslaufsicher sein. Im 19. Jahrhundert, als die britische Marine die Grogverteilung formalisierte, war der Monkey zur Standardausrüstung in der Handels- und Royal Fleet geworden.

Grog selbst war ein Gemisch aus Rum und Wasser, typischerweise im Verhältnis eins zu vier, ausgegeben um Süßwasservorräte zu schonen und die Moral während langer Seereisen zu heben. Der Monkey stellte gleiche Portionen sicher und verhinderte Hortung. Auseinandersetzungen über den Inhalt, die Genauigkeit beim Eingießen und den Zustand des Grogs waren häufige Beschwerdequellen, und der Monkey stand oft im Zentrum dieser Konflikt.

Obwohl Grogzuteilungen in den meisten Marinen bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts abgeschafft wurden, bleibt der Monkey ein anerkannter Begriff in der Maritimkultur und erscheint in historischen Aufzeichnungen von Schiffsinventuren. Museen und Schifffahrtshistoriker erwähnen ihn noch immer bei der Dokumentation des täglichen Lebens an Bord von Seglern und frühen Dampfschiffen. Wer Zeitdokumente über Marineoperationen oder Schiffswerftakten liest, sollte den Monkey als Vokabular verstehen, um die materielle Realität des Lebens an Bord zur See zu erfassen.

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