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Drucktechnik

Klammersatz

Englisch: parathesis

Der Text, der in Klammern eingeschlossen ist.

Parenthese: durch Klammern oder Klammerzüge abgesetzter Text im Druck

Im Druckwesen ist die Parenthese der Inhalt, der zwischen Klammern, Klammerzügen oder anderen Einfassungszeichen steht. Der Begriff stammt direkt aus dem Griechischen parathesis und bedeutet etwas Nebengestelltes. Ein Schriftsetzer, der Satz für ein Lehrbuch setzt, trifft auf Parenthesen in Form von redaktionellen Anmerkungen in eckigen Klammern, etymologisches Material in runden Klammern oder Querverweise in geschweiften Klammern. Die Unterscheidung ist wichtig, weil die Parenthese Platz einnimmt, Gewicht hat und mit der gleichen Genauigkeit wie der Haupttext behandelt werden muss.

Typografen behandeln Parenthesen als ein eigenständiges Gestaltungsproblem. Die Einfassungszeichen selbst werden normalerweise in der gleichen Schriftart und Größe wie der umgebende Text gesetzt, wobei einige Hausstandards eine kleinere Punktgröße oder Kursivdruck vorsehen, um den untergeordneten Status zu kennzeichnen. Wenn eine Parenthese mitten im Satz auftritt, muss der Schriftsetzer entscheiden, ob die schließende Klammer vor oder nach dem abschließenden Satzzeichen steht, eine Wahl, die je nach Stilrichtlinie unterschiedlich ausfällt und sich auf Zeilenumbruch und Blocksatz auswirken kann. Bei Bleisatz ist jede Klammer ein separates Stück, das der Schriftsetzer manuell um die dazwischenliegenden Wörter anordnet.

Probleme entstehen, wenn die Parenthese dicht oder umfangreich ist. Eine Reihe von geklammerten Inhalten kann den Lesefluss unterbrechen und erzwingt kostspielige Zeilenumbrüche bei Blocksatz. Manche Drucker vermeiden verschachtelte Klammern ganz oder wandeln innere Klammern in einen anderen Stil um, beispielsweise durch die Verwendung von Klammerzügen innerhalb von eckigen Klammern. Bei digitalen Satzverfahren treten bei Parenthesen immer noch Waisenzeichen auf, wenn eine schließende Klammer allein auf einer neuen Zeile endet, und unbequeme Abstände, wenn die Software die Breite der Einfassungszeichen nicht berücksichtigt.

Der Begriff ist im modernen Druckwesen weniger verbreitet als in der Bleisatz-Ära, als die Notwendigkeit, jedes Stück Metall zu berücksichtigen, die Unterscheidung zwischen Primärtext und Parenthese zu einer praktischen Notwendigkeit machte. Heute überlebt das Konzept hauptsächlich in redaktionellen und akademischen Kontexten, wo die Behandlung von Parenthesen ein Merkmal typografischer Sorgfalt und Einhaltung des Hausstils bleibt.

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