Himalaya-Salz
Englisch: pink salt
Salz mit rosa Färbung, besonders Steinsalz aus Salzlagerstätten.
Rosasalz: Halit mit Eisenoxid- oder Tonmineralverunreinigungen
Rosasalz in der Textilproduktion ist Steinsalz (Halit), das durch Eisenoxidverunreinigungen oder Tonminerale in der Minerallagerstätte eine rötliche oder lachsfarbene Färbung angenommen hat. Es kommt in der Fabrik entweder als große kristalline Brocken oder in gemahlener, körniger Form an, je nach Lieferant und Verwendungszweck. Die Färbung selbst bringt keinen funktionalen Vorteil; sie ist ein sichtbares Zeichen für den Mineralgehalt, den Textilbetreiber berücksichtigen müssen.
Die Eisenoxide und Tonminerale, die Rosasalz seine Farbe verleihen, können die Farbstoffaufnahme und das Faserverhalten bei der Nassveredlung beeinträchtigen. Wenn es zur Salzlakebereitung in Wasser gelöst wird, bleiben diese Verunreinigungen in Suspension oder setzen sich als Schlamm ab und können Rohrverschraubungen und Pumpeneingänge verstopfen. Deshalb bevorzugen viele Fabriken trotz höherer Kosten raffiniertes Weißsalz. In älteren Fabriken wurde Rosasalz oft einfach als Standard akzeptiert und vor Gebrauch gefiltert; in modernen Betrieben macht der zusätzliche Handlungsschritt raffiniertes Salz oft wirtschaftlicher.
Rosasalz kommt hauptsächlich aus Binnensalzlagerstätten statt aus Meersalzbetrieben. Die Khewra-Salzmine in Pakistan und ähnliche Kontinentalsalzlager produzieren es in großen Mengen. Einige Lieferanten bieten gewaschenes Rosasalz an, das das Verunreinigungsproblem vermindert, aber nicht behebt. Die Färbung reicht von blassem Rosa bis zu tiefem Ziegelrot je nach Eisenoxidkonzentration; dunklere Chargen deuten auf höhere Verunreinigung und größeres Risiko für Verarbeitungsprobleme hin.
In Färbeabläufen wird Rosasalz gelegentlich bewusst in kleineren Mengen für spezifische Beiz- oder Fixierungsschritte verwendet, bei denen der Eisengehalt tatsächlich gewünscht ist, obwohl das selten vorkommt. Häufiger erscheint es in Fabriken, die minderwertige Textilien verarbeiten, wo Kostenkontrolle vor Qualität geht, oder in Regionen, wo die Versorgung mit raffiniertem Salz begrenzt ist. Das Prüfen eingehender Rosasalzchargen auf Eisengehalt und Tonmineralwerte hilft vorherzusagen, ob zusätzliche Filtration erforderlich sein wird.