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Drucktechnik

Slug out

Englisch: slug out

verbDrucktechnikobsolete

Mit Schriftkegeln (von einer Linotypemaschine geprägte Metallstücke) etwas drucken.

slug out: Text setzen auf die langsame, metallische Art

Slug out bedeutete, Text mit Metalltypen zu setzen und zu drucken, die von einer Linotype-Maschine als Slugs gegossen wurden, statt einzelne Stücke von Handschrift-Typ von Hand zu setzen. Ein Slug ist eine einzelne Textzeile, die als ein festes Metallstück gegossen wurde, typischerweise 6 bis 12 Punkte hoch und bis zu 30 Gevierte breit. Der Linotype-Operator drückte Tasten auf der Tastatur, jeder Tastendruck gab eine Matrix frei (eine Form für einen Buchstaben), die in einen Setzstock fiel; wenn der Operator die Leertaste drückte um die Zeile auszugleichen, bewegten sich alle Matrizen zum Gussmechanismus, wo geschmolzenes Metall sie füllte, dann ejizierte der abgekühlte Slug in die Galley. Slug out für eine Zeitungsseite oder einen Auftrag bedeutete, die Kopie durch die Linotype-Maschinen zu laufen, bis der gesamte Text als Slugs gegossen war, bereit um in eine Chase gesperrt und gedruckt zu werden.

Der Begriff war am häufigsten in Zeitungsdruckereien von den 1890er Jahren bis in die 1960er Jahre verbreitet, wo Geschwindigkeit entscheidend war. Ein ausgebildeter Linotype-Operator konnte etwa 5.000 bis 7.000 Gevierte pro Stunde slug out, viel schneller als Handsatz. Der Ausdruck tauchte neben ähnlichen Wortschöpfungen wie "running slugs" oder "casting out" auf, alle bezogen sich auf denselben Prozess, Manuskript in gegossene Metalltypen umzuwandeln. Zeitungen sluigten täglich mehrere Ausgaben aus, wobei Slugs nach dem Druck eingeschmolzen und wiederverwendet wurden, da das Metall (eine Legierung aus Blei, Zinn und Antimon) wertvoll war.

Niedergang und Verdrängung

Die Linotype-Maschine selbst wurde in den 1970er und 1980er Jahren obsolet, als Fotosatz und computergesteuerte Satzverfahren die Oberhand gewannen. Digitales Setzen entfernte die Notwendigkeit für Metall ganz. Drucker sluigten keine Kopie mehr aus, weil es keine Slugs mehr zum Gießen gab. Der Begriff blieb in der Fachsprache älterer Setzer und Druckarbeiter erhalten, aber ab den 1990er Jahren war er rein archivisch, wurde nur noch bei der Beschreibung von Methoden historischer Druckereien oder beim Unterrichten der Geschichte des Handwerks verwendet.

Den Begriff zu verstehen ist wichtig für jeden, der sich mit Zeitungen des frühen 20. Jahrhunderts, Druckgeschichte oder der Wirtschaft des vordigitalen Verlagswesens befasst. Ein Slug trug auch eine Bedeutung: das Wort selbst stammte von der Schwere des gegossenen Metallstücks, analog zu einer Kugel oder einem Slug in Feuerwaffen. Einige Quellen vermerken, dass die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit des Slug-Gusses Linotype unverzichtbar für die tägliche Journalistik machte, und das Verb "slug out" verkörperte die rhythmische, hochvolumige Produktion, die Zeitungskompositionsräume forderten.

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