Zeilenvorschubsperre
Englisch: space suppression
Unterdrückung der normalen Papierbeforderung in einem Drucker nach dem Drucken einer Textzeile.
Zeilenabstand-Unterdrückung: Unterbrechung des Papiertransports zwischen Zeilen
Die Zeilenabstand-Unterdrückung ist eine Drucksteuerung, die den automatischen Papiertransport verhindert oder reduziert, der normalerweise nach jeder gedruckten Zeile erfolgt. Im Standard-Betrieb fördern Nadeldrucker und Zeilendrucker das Papier um eine Zeilenhöhe (typischerweise 1/6 Zoll bei 6 Zeilen pro Zoll oder 1/8 Zoll bei 8 Zeilen pro Zoll) nach dem Abdrucken jeder Zeichenreihe nach vorne. Die Zeilenabstand-Unterdrückung setzt diese Standard-Förderung außer Kraft, sodass der Drucker die Papierposition halten oder um ein kleineres Increment voranbewegen kann. Dies ermöglicht mehrfaches Drucken auf der gleichen Zeile oder das Zusammenpressen der Ausgabe auf weniger physische Zeilen.
Diese Funktion kommt am häufigsten in Kettendruckern, Trommeldruckern und anderen industriellen Zeilendruckern für Geschäftsberichte, Rechnungsstellung und Datenverarbeitung vor. Die Unterdrückung wird normalerweise durch Steuercodes ausgelöst, die im Datenstrom eingebettet sind, zum Beispiel Wagenrücklauf-Steuercodes vom Host-Computer. Eine Standard-Implementierung kann einen separaten Steuerchannel neben den Zeichendaten verwenden und ermöglicht es dem Drucker, zwischen Weiterleitung zur nächsten Zeile und kompletter Unterdrückung des Transports zu unterscheiden.
Häufige Anwendungen und Grenzen
Die Zeilenabstand-Unterdrückung ermöglicht mehrere praktische Funktionen: Überdrucken (Drucken eines Zeichens über ein anderes, um Fettdruck oder zusammengesetzte Symbole zu erzeugen), vertikale Komprimierung der Ausgabe, um mehr Daten auf eine Seite zu passen, und Formulardruck mit variabler vertikaler Abstände. Allerdings wird die Technik durch mechanische Grenzen begrenzt. Wiederholtes Überdrucken auf der gleichen Zeile kann zu Papierstaus, verschlechterter Druckqualität oder Schäden am Farbband oder Druckmechanismus führen. Trommel- und Kettendrucker sind auf präzise Indexierung angewiesen, und das Halten der Papierposition für mehrfache Druckvorgänge erfordert zuverlässige mechanische Sperren, die nach tausenden von Zyklen möglicherweise nicht fehlerfrei funktionieren.
Der Begriff selbst spiegelt die Betriebssprache dieser Ära wider: "Space" (Zwischenraum) bezieht sich auf den Standard-Zeilenvorschub (vertikaler Abstand), und "Suppression" bedeutet dessen Aufhebung oder Reduzierung. Dieses Vokabular wurde in Steuercode-Standards wie dem ASA-Standard (American Standards Association) für Wagenrücklauf-Steuerung verankert, der bei IBM-Großrechner-Druckern und kompatiblen Geräten während des Mitte bis späten zwanzigsten Jahrhunderts verwendet wurde.
Mit dem Übergang von Nadel-Zeilendruckern zu Laser- und Inkjet-Druckern wurde die Zeilenabstand-Unterdrückung weniger relevant, da digitale Drucker nicht auf feste mechanische Schrittweitenvorgaben angewiesen sind. Moderne Drucker positionieren Inhalte durch softwaregesteuerte Koordinaten an beliebigen Stellen auf der Seite. Der Begriff bleibt hauptsächlich in Legacy-System-Dokumentationen und in Kontexten bestehen, in denen ältere Geräte noch betrieben werden, besonders in Rechenzentren, die ältere Großrechner-Installationen unterhalten.