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Drucktechnik

Schriftbild

Englisch: typeface

Die Oberfläche der Type, die eingefärbt wird, oder der Abdruck, den sie hinterlässt.

Schriftart: die physische oder visuelle Form von gedruckten Buchstaben

Eine Schriftart ist die vollständige Sammlung von Metall- oder Holzbuchstaben, Ziffern und Satzzeichen, die nach demselben Design-Standard gegossen oder geschnitten sind. Beim Bleisatz ist die Schriftart die erhabene Oberfläche auf der Oberseite jedes Druckstücks, die Farbe von der Walze aufnimmt und auf das Papier überträgt. Der auf dem gedruckten Blatt hinterlassene Abdruck wird ebenfalls Schriftart genannt, genauer genommen ist es jedoch das Zeichen, wie es durch das jeweilige Druckmetall wiedergegeben wird.

Metallschriftarten wurden historisch aus Messingstempeln in einer Form gegossen und erzeugten Lettern in Schriftgrößen von 6 Punkt bis 72 Punkt oder größer. Die eigentliche Schriftart war die über dem Körper oder der Schaft des Metallblocks erhabene Buchstabenform. Holzschriftarten, die für Auszeichnungssätze ab 72 Punkt üblich waren, wurden von Hand eingraviert oder aus Hartholzblöcken gefräst. Digitale Schriftarten definieren heute die mathematischen Konturen und Maße jedes Zeichens, doch der Begriff wird weiterhin verwendet, um jedes standardisierte Letterdesign zu beschreiben.

Design und Vermessung

Ein Schriftart-Design beinhaltet Entscheidungen zwischen Serifen- und Sans-Serif-Struktur, Strichstärke (leicht, normal, fett), Breite (eng bis breit) sowie Verhältnisse von x-Höhe, Versalhöhe und Grundlinie. Jede Schriftart muss konsistente Proportionen über ihren gesamten Zeichensatz beibehalten, damit Buchstaben beim Zusammensetzen vorhersehbar kernen und abstehen. Das Geviert, ursprünglich die Breite eines großen M in einer bestimmten Größe, dient nun als Standard-Messgitter für digitale Schriften: Eine Schriftart kann auf einem 1000er- oder 2048er-Einheiten-Geviert entworfen werden, mit Zeichenbreiten und Positionierungen, die auf diesem Gitter definiert sind.

Beschädigungen an Metallettern oder verschlissene Schneidewerkzeuge während der Produktion in der Schriftgießerei führten oft zu fehlerhaften Schriftarten mit leichten Unterschieden in der Reliefhöhe oder Oberflächenunregelmäßigkeiten, die zu ungleichmäßiger Färbung oder schwachem Abdruck führen konnten. Die Schriftartenpflege, das sorgfältige Entfernen von Graten und Korrektur von Unebenheiten, war eine Fachkunst für sich.

Der Unterschied zwischen Schriftart und Schrift verschwimmt heute im allgemeinen Sprachgebrauch, doch in der klassischen Praxis war eine Schriftart das Design (beispielsweise Garamond) und eine Schrift eine spezifische gegossene oder digitale Instanz dieser Schriftart in einer Größe und Strichstärke (Garamond fett 12 Punkt). In der digitalen Arbeit bezeichnet der Begriff Schrift üblicherweise die vollständige Datei oder das Paket, das das Schriftart-Design rendert.

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