Speiseleitung
Englisch: uplead
Die Leitung oder Leitungen, die den Ausgang eines Sender mit seiner Antenne verbinden.
Uplead: die Leitung vom Sender zur Antenne
Ein Uplead ist die Übertragungsleitung, die hochfrequente elektrische Signale von der Ausgangsstufe eines Senders zur Antenne führt. Sie ist die physikalische Verbindung zwischen dem gespeisten Stromkreis und dem strahlenden Element, und ihre Auslegung beeinflusst direkt, wie viel Leistung tatsächlich die Antenne erreicht und wie sauber das Signal in den Raum abgestrahlt wird.
Der Uplead muss eine Übertragungsleitung mit kontrollierter Impedanz sein, typischerweise 50 Ohm in modernen HF-Systemen, um Reflexionen und Leistungsverluste zu minimieren. Häufige Ausführungen sind Koaxialkabel (ein Innenleiter, umgeben von einem Dielektrikum und äußerem Schirm), offene Speisungsleitungen (zwei parallele Leiter, durch Abstandshalter getrennt), und starre Hohlleiter für sehr hochleistige Anwendungen. Die Wahl hängt von der Frequenz, dem Leistungspegel und den räumlichen Bedingungen ab. Bei VHF- und UHF-Frequenzen dominiert Koaxialkabel, da es kompakt ist und Schutz vor Interferenzen bietet. Bei Mikrowellenfrequenzen und in Hochleistungssendern werden starre Speisungsleitungen oder Hohlleiter notwendig, um die Leistungsdichte zu bewältigen und die Dämpfung zu verringern.
Impedanzanpassung zwischen der Senderausgangsstufe, dem Uplead und der Antenne ist die primäre Ausfallursache. Wenn die Leitung nicht ordnungsgemäß abgeschlossen ist, wird Energie zum Sender zurückreflektiert, es entstehen stehende Wellen und Leistung geht als Wärme im Kabel verloren. Das Stehwellenverhältnis (SWR) quantifiziert diese Fehlanpassung; Werte über 2:1 deuten auf erhebliche Verluste hin. Unzureichende Abschirmung des Uploads führt auch dazu, dass die Übertragungsleitung selbst abstrahlt, was das Richtverhalten und die Effizienz verschlechtert, oder Störungen aufnimmt, die die Signalqualität beeinträchtigen.
Praktische Installation und Wartung
Die physikalische Verlegung des Uploads muss scharfe Biegungen vermeiden (der minimale Biegeradius hängt vom Kabeltyp ab), Wasseransammlung im äußeren Leiter, und die Nähe zu Metallstrukturen, die das elektromagnetische Feld verändern. Verbindungen an beiden Enden müssen wetterfest und ordnungsgemäß gecrimpt oder gelötet sein, um Korrosion und intermittierende Kontakte zu vermeiden. Bei Außeninstallationen sollten Kabelstrecken alle 1 bis 2 Meter gestützt werden, um ein Durchhängen zu vermeiden, das Stecker belastet oder Wasserfallen erzeugt.
Der Begriff Uplead ist älter und in Rundfunk- und Seefunkkontexten am häufigsten; moderne HF-Ingenieure verwenden eher den allgemeineren Begriff Speisungsleitung oder Übertragungsleitung. Uplead bleibt jedoch in behördlichen Dokumenten und Geräteangaben Standard, besonders bei AM/FM-Rundfunksendern, wo er die spezifische Strecke von der Endstufe zur Basis einer vertikal polarisierten Stabantenne beschreibt.