Waterage
Englisch: waterage
Gebühr für den Transport von Gütern auf dem Wasserwege.
Wasserfracht: der Preis für den Gütertransport per Schiff
Wasserfracht ist die Gebühr für den Gütertransport auf dem Wasser, ob auf Binnengewässern oder auf See. Im Gegensatz zu Frachtsätzen, die einen Preis pro Tonne oder pro Container angeben, bezog sich Wasserfracht historisch auf kleinere Sendungen und lokale Binnenschifffahrt, wobei der Begriff in allen Bereichen des Wassertransports bis heute verwendet wird. Die Gebühr deckt die Kosten des Schiffseigentümers oder Betreibers für die Annahme und Lieferung von Gütern ab, einschließlich Umschlag, Stauung und die Fahrt selbst.
Der Satz hängt vom Gewicht oder Volumen der Fracht, der zurückgelegten Entfernung, der Art der Güter, der Jahreszeit und der Verfügbarkeit des Schiffes ab. Ein Verlader, der Getreide mit einem Binnenschiff flussabwärts befördert, zahlt Wasserfracht pro Tonne; ein Kaufmann, der Wein in Fässern auf einem Küstenschiff versendet, berechnet sie anders. Verderbliche und gefährliche Güter werden mit Zuschlägen berechnet. In belebten Häfen kann die Wasserfracht auch Hafengebühren (eine separate Gebühr für Lagerplatz) und Liegegelder (Strafgebühren für Verzögerungen) umfassen, wobei es sich hierbei technisch um unterschiedliche Gebühren handelt.
Die Binnenwasserfracht auf Kanälen und Flüssen unterschied sich historisch von der Küsten- und Hochseefracht, da Schiffe, Routen und Risiken völlig unterschiedlich waren. Ein Binnenboot auf der Themse befördert Güter unter Binnenfahrtbedingungen; ein Stückgutschiff, das die Nordsee überquert, operiert unter Seefachtbedingungen. Die moderne containerisierte Schifffahrt verwendet standardisierte Tarife pro TEU (Twenty-foot Equivalent Unit), die als Wasserfracht für die gesamte Dienstleistung fungieren. Einige Verträge fassen Wasserfracht mit Versicherung zusammen, andere nicht.
Der Begriff findet sich in Konnossementen, Schifffahrtsverträgen und Haifentarifen, wird aber oft durch spezifischere Bezeichnungen wie Beförderung, Fracht oder Fahrtgebühr ersetzt. Rechtlich gesehen drehten sich historische Wasserfracht-Streitigkeiten um die Frage, ob Güter durch Fahrlässigkeit des Beförderers oder durch Seerisiken beschädigt wurden; Seerecht behandelt diese unterschiedlich. Ein Verlader muss prüfen, ob die angebotene Wasserfracht nur die Beförderung oder auch Laden, Löschen und Haftung umfasst.
Das Wort leitet sich von der einfachen Tatsache ab, dass Wasser das Medium ist: Während Landtransporte Fuhrwerk oder Spedition heißen, heißt Wassertransport Wasserfracht. Es gibt regionale und zeitliche Unterschiede, besonders in britischen und nordeuropäischen Schifffahrtsunterlagen, wo Wasserfracht in Verträgen und Büchern häufig vorkommt. Das Verständnis von Wasserfracht ist beim Vergleich von Transportkosten oder bei der Überprüfung historischer Schifffahrtsunterlagen und Konten unverzichtbar.