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Schiffbau und Werft

Katze

Englisch: cat

Ein kräftiges Takelwerk zum Hissen eines Ankers zum Katzenpfahl eines Schiffs.

Katze: die Takelage zum Hieven der Anker

Die Katze ist eine mechanische Vorrichtung an der Schiffsseite, die den Anker aus dem Wasser hebt und gegen die Bordwand sichert. Sie besteht aus Flaschenzug oder bei größeren Schiffen aus einer motorgetriebenen Winde, die an einem Ausleger befestigt ist, der vom Bug hervorsteht und Ankerkopf genannt wird. Die Katze hebt die Ankerfluken aus dem Wasser und hält sie während der Fahrt in gestaut Position an der Schiffsseite, damit der Anker nicht schwingen und Rumpf oder Takelage beschädigen kann.

Der Begriff stammt vom Ankerkopf selbst, einem hölzernen oder stählernen Balken, der am oberen Bugteil befestigt ist, typischerweise 15 bis 25 Fuß vom Steven entfernt. Ältere Segelschiffe nutzten Ankerkatzen mit mehreren Blöcken, bei denen Mannschaften koordiniert von Hand ziehen mussten. Moderne Schiffe sind mit motorgetriebenen Katzen ausgerüstet, elektro-hydraulisch oder dampfbetrieben, zum Hieven von Ankern mit einem Gewicht von 10 bis 50 Tonnen oder mehr je nach Schiffstyp. Die Katzenwinde ist eine separate Anlage; die Ankerwinde bricht den Anker zunächst vom Meeresboden frei, danach sichert die Katze ihn für die Fahrt.

Anordnung und Betrieb

Katzen sind je eine an Back- und Steuerbord angebracht. Der Anker wird durch ein Fallnetz in die Katze geleitet und dann hochgehievt, bis die Fluken an einem Ankerstopper oder einer Katzennase anliegen. Bei größeren Frachtschiffen und Tankern ist die Katze oft hydraulisch angetrieben und von der Brücke oder einer Leitstelle aus bedienbar, sodass ein Operator beide Anker handhaben kann. Die Takelage muss stark genug sein, das volle Gewicht des Ankers zu halten, wenn das Schiff auf rauem Seegang heftig stampft.

Verschleiß und Ermüdung sind die Hauptausfallursachen. Die Blocktauwerk, Drahtseile und Befestigungsschrauben unterliegen Wechselbelastung bei wiederholten Ankermanövern. Salzwasser beschleunigt die Korrosion von Stahlteilen. Eine verrostete Katze kann ohne Vorwarnung rutschen oder brechen, was zum Verlust eines Ankers in tiefem Wasser führt oder, schlimmer noch, zulässt, dass er beim Manövrieren auf das Deck oder ins Meer fällt. Regelmäßige Überprüfung der Ankerkatze, einschließlich Blockzustand, Drahtseildraht- oder Tauintegritätt und Schraubenfestigkeit, ist eine Standardinspektionsaufgabe an Bord.

Das Wort Katze taucht in anderen Schifffahrtskontexten auf, namentlich bei Katfisch (eine Netzart) und in älteren Zusammensetzungen wie Katzenschrabben, aber die Ankerkatze ist bei weitem die häufigste Verwendung in modernen Schiffswerften und im Schiffsbetrieb. Ihr Design hat sich konzeptionell über Jahrhunderte hinweg nicht verändert, auch wenn sich Materialien und Antriebsarten von Holz und Muskelkraft zu Stahl und Elektrik entwickelt haben.

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