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Drucktechnik

Druckform

Englisch: chase

Ein rechteckiger Stahl- oder Eisenrahmen, in dem Seiten oder Spalten mit Drucktypen für den Druck oder die Druckplattenerstellung gesperrt werden.

Chase: der Stahlrahmen, der die Druckform für die Presse hält

Eine Chase ist ein rechteckiger Stahlrahmen, meist aus Gusseisen oder geschweißtem Stahl, der gesetzte Schriften oder Druckplatten während des Druckes starr hält. Im Buchdruck nimmt die Chase die vom Schriftsetzer arrangierten Seiten auf, sichert sie mit Sperrkeilen und Ausgleichsmaterial und transportiert sie sicher auf das Drucktuch oder Bett der Druckmaschine. Ohne Chase würden die einzelnen Bleilettern unter dem Druckdruck auseinanderfallen.

Chase-Größen folgen traditionellen Normen, die an die Maschinenkapazität gebunden sind. Eine Foolscap-Chase misst etwa 380 x 250 mm (Innenmasse); größere Zeitungsrahmen erreichen Seitenlängen von über 1200 mm. Der Rahmen selbst ist typischerweise 38 bis 50 mm stark an den Wänden und hat eine ebene Lagerfläche oben und unten. Gusseisen-Chases sind spröde und bruchgefährdet beim Fallen; geschweißte Stahlrahmen halten rauere Behandlung aus. Der Innenraum hat einen glattenebenen Boden für die Druckform.

Befestigung der Druckform in der Chase

Die Schrift wird mit Hilfe von Holz- oder Metallausgleichsmaterial (Streifen, die Leerstellen füllen) und Sperrkeilen in der Chase angebracht. Die Keile werden durch Hammerschläge oder mechanische Hebel angezogen. Das Ziel ist, dass sich nichts bewegt: Jede Bewegung unter Druck führt zu unscharfem Druck und ungleichmäßiger Farbgebung. Eine lockere Chase verdirbt die ganze Arbeit. Das Ausgleichen, das Herausheben von hohen oder dünnen Stellen, erfordert, dass die Chase bereits auf der Presse sitzt, weshalb sorgfältiges Einlegen von Anfang an wesentlich ist.

Die Chase wird durch ein Spannensystem oder Bolzen auf dem Maschinenbett befestigt, je nach Maschinentyp. Druckmaschinen mit Tiegel, Zylinder und Flachbett verwenden alle Chases, obwohl sie in automatischen Maschinen weitgehend ersetzt wurden. Handmaschinen erfordern immer noch einen erfahrenen Bediener, um jede Chase zu positionieren und vor dem Druck die Sperrung zu prüfen.

Der Begriff 'Chase' stammt vom Altfranzösischen 'chasse', was Rahmen oder Gehäuse bedeutet. In Tiefdruck und Lithografie erfüllen ähnliche Metall- oder Holzrahmen, sogenannte Betten oder Master, vergleichbare Funktionen. Die Chase selbst nimmt keine Farbe auf; das tun die Schrift oder die Platte. Eine verschlissene oder verbogene Chase erzeugt ungleichmäßigen Druck über die gesamte Auflage, daher richten Gießereien und Druckereien ihre Chases regelmäßig nach, indem sie die Arbeitsflächen auf einer Flächenschleifmaschine bearbeiten.

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