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Bahntechnik

Lichtsignal

Englisch: colour light signal

Elektrisches Eisenbahnsignal mit Farbaspekten, zeigt bei 2-Aspekt-Signalen Rot oder Grün, bei 3- und 4-Aspekt-Signalen zusätzlich Gelb oder doppeltes Gelb für Vorsicht.

Farblichtsignal: elektrisches Eisenbahnsignal mit Farb- und Aspektregeln

Ein Farblichtsignal ist ein elektrisches Eisenbahnsignal, das Fahrterlaubnisse und Warnungen an Lokführer mittels farbiger Lichtaspekte statt mechanischer Signalarme vermittelt. Das Signal zeigt verschiedene Farben an, von denen jede eine bestimmte Anweisung über die Streckenverhältnisse und die zulässige Geschwindigkeit voraus trägt. Der Signalkopf enthält elektrische Lampen, üblicherweise Glühbirnen oder LEDs, hinter farbigen Filtern oder Linsen, und die Schaltung wird von Gleisfreimeldern, Stellwerksausrüstung oder einem Signalwärter gesteuert.

Ein 2-Aspekt-Signal zeigt rot (Halt) oder grün (Fahrt). Das 3-Aspekt-Signal ergänzt gelb (Vorsicht, auf Halt vorbereiten), was typischerweise bedeutet, dass das nächste Signal voraus auf Halt steht. Ein 4-Aspekt-Signal führt doppeltes Gelb ein (Vorsicht, nächstes Signal zeigt Vorsicht), um Lokführer früher vor Signalwechseln voraus zu warnen. Manche Eisenbahnen nutzen 5-Aspekt-Systeme oder komplexere Varianten, aber 2-, 3- und 4-Aspekt sind die häufigsten Ausführungen. Die Wahl hängt von der Streckengeschwindigkeit, dem Zugaufkommen und der Bremsleistung des Rollmaterials ab.

Farblichtsignale ersetzten mechanische Arme, weil sie bei schlechter Sicht zuverlässiger sind, weniger Instandhaltung erfordern und eine Fernbedienung von zentralisierten Stellwerken ermöglichen. Ein einzelner Signalmast kann mehrere Signalköpfe tragen, um verschiedene Strecken anzuzeigen, wobei jeder Kopf eine bestimmte Linie oder Richtung steuert. Diese Anordnung heißt Signalportalsystem oder Auslegersignal, wenn es über dem Gleis oder an einem Kragarm angebracht ist.

Fehler und Grenzen

Farbenblindheit bei Lokführern ist eine anerkannte Gefahr, weshalb viele Eisenbahnen Farbaspekte durch Positionslichte oder zusätzliche akustische Führerstandssignale ergänzen. Lampenausfall muss von der Stellwerksschaltung erkannt werden; ein ausgefallenes Grünlicht ist gefährlicher als ein ausgefallenes Rotlicht, da es unbeabsichtigtes Grün zeigen könnte. Signalkabelverbindungen müssen regelmäßig auf Korrosion und lockere Anschlüsse geprüft werden. Bei extremem Wetter können Schnee oder Eis die Linse verdecken, und manche Signale haben Heizer oder Scheibenwischer, um Verdeckung zu verhindern.

Farblichtsignale wurden ab den 1920er-Jahren zur Norm auf Hauptstrecken. Ihre Logik ist in eisenbahnspezifischen Regelwerken eines jeden Landes oder einer Region definiert. Britische Eisenbahn-Farblichtsignale werden durch Railway Group Standards vorgegeben; deutsche, französische und andere nationale Eisenbahnen haben ihre eigenen Aspektdefinitionen und Aufstellungsregeln. Der Begriff selbst spiegelt die Unterscheidung von älteren Semaphorensignalen und modernen digitalen Signalsystemen wider, die Funkfernsteuerung oder Fahrtweg-Blocksysteme nutzen.

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