HHG
Abkürzung für Hausratgüter
HHG: ein Container voller persönlicher Gegenstände
HHG steht für Household Goods (Hausratgüter) und ist der Standard-Begriff in der maritimen und militärischen Logistik für persönliche Gegenstände und Möbel, die per Container verschifft werden. In Werft- und Hafenbetrieben erscheint HHG auf Manifesten und Konnossementen, um Fracht zu kennzeichnen, die einer einzelnen Wohnung oder Person gehört, im Unterschied zu allgemeinem Stückgut, Gefahrgut oder gewerblicher Fracht. Der Begriff umfasst alles: Möbel, Elektrogeräte, Kleidung, Geschirr und persönliche Gegenstände bei Umzügen, meist im Rahmen eines Militärumzugs, einer Firmenversetzung oder eines internationalen Einsatzes.
HHG-Sendungen werden üblicherweise in einem 20-Fuß- oder 40-Fuß-Container konsolidiert, je nach Volumen. Packer oder Umzugsunternehmen wickeln Gegenstände ein und sichern sie mit Decken, Karton, Umreifungsmaterial und Dunnage, um Verschiebungen während der Fahrt zu vermeiden. Die konsolidierte Sendung erhält eine einzelne Nachverfolgungsnummer, obwohl das Konnossement größere Teile auflistet. Hafenarbeiter und Schiffsplaner müssen den HHG-Inhalt kennen, weil diese Fracht anders behandelt wird als andere Ladungstypen: Sie darf nicht zusammen mit Gefahrgütern, Kühlware oder riechenden Waren gestaut werden, und Schadensersatzansprüche unterscheiden sich von denen bei gewerblicher Fracht.
Militär- und Bundesbedienstete, die ins Ausland umziehen, erzeugen das größte Volumen an HHG-Verkehr durch große Häfen. Gewerbliche Umzugsunternehmen verwenden den Begriff beim Abschluss von Verträgen mit Reedereien für internationale Umzüge. Einige Häfen verarbeiten HHG in speziellen Anlagen mit Klimatisierung und sorgfältigen Inventurverfahren, denn einzelne Haushalte erwarten, dass ihre Gegenstände unbeschädigt ankommen. Die zoll- und abgabentechnische Behandlung von HHG unterscheidet sich auch von gewerblichen Sendungen, besonders wenn Waren in ein neues Wohnsitzland importiert werden.
Schadensersatz- und Verlustansprüche bei HHG erfordern detaillierte Packlisten und oft Fotobelege des Zustands vor dem Versand, da Hausratgegenstände einen Wert haben, der über ihre Wiederbeschaffungskosten hinausgeht. Reedereien und Speditionen verfolgen HHG separat, weil es niedrigere Tarife als kleines Stückgut bekommt, aber mehr Dokumentation und Sorgfalt erfordert als containerisiertes Allgemeingut. Das Akronym bleibt in einer Branche bestehen, die ansonsten zu spezifischeren Warencodes übergeht, teilweise weil der Begriff in Umzugsverträgen ein rechtliches und versicherungstechnisches Gewicht hat.