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Drucktechnik

Quoin

Englisch: quoin

Metallkeil, der in den Zwischenraum zwischen Lettern und Rand eines Schriftschießes passt und festgezogen wird, um die Metalllettern in Position zu halten.

Quoin: Keil zum Sperren von Satz in der Form

Ein Quoin ist ein sich verjüngender Metallkeil, der im Letterpress-Druck verwendet wird, um bewegliche Lettern und Druckstöcke fest in der Druckform zu sperren. Die Druckform ist ein rechteckiger Stahlrahmen, der während des Druckvorgangs sämtliche Druckelemente hält. Der Quoin wird in den Spalt zwischen dem Satzblock und den inneren Wänden der Form getrieben und mit einem Schlüssel oder Hebel angezogen, um die nötige Klemmkraft zu erzeugen. Dies verhindert, dass der Satz unter dem Druck und der Vibration der Druckmaschine verrutscht oder auseinanderfällt.

Quoins gibt es in zwei Hauptausführungen: den klassischen Schraubenquoin mit Gewindetrieb, den man von Hand oder mit Schlüssel dreht, und den Nockenschnellspanner mit Hebel und Nockensystem zum schnelleren Sperren und Lösen. Schraubenquoins sind immer noch verbreitet bei Handpressen und kleineren Druckereien, wo Schnelligkeit weniger zählt als Zuverlässigkeit. Nockenschnellspanner wurden Standard bei größeren Zylinder- und Plattenpressen, wo die Herrichtung schnell gehen musste, da der Hebel den Keil in einer Vierteldrehung sperrt statt mehrerer vollständiger Umdrehungen. Die meisten Quoins bestehen aus Gusseisen oder Stahl und messen je nach Formgröße etwa 5 bis 15 Zentimeter in der Breite.

Der Name stammt aus der Architektur, wo ein Quoin ein Eckstein oder die äußere Kante eines Gebäudes bezeichnet. Das ist eine treffende Analogie, da der Quoin an der Ecke des Satzes sitzt und wie Mauerwerk Last trägt. Im Setzerei wird der Quoin als eines der letzten Elemente vor dem Gang zur Presse positioniert; mangelhaftes Sitzen oder unzureichendes Anziehen führt dazu, dass der Satz während des Drucks verrutscht oder herausfällt und unscharfe oder fehlende Abdrücke entstehen. Der Job ist damit verdorben. Erfahrene Drucker entwickeln ein Gefühl für die richtige Festigkeit, denn zu starkes Anziehen kann weiche Schriften verbiegen oder zarte Bordüren beschädigen.

Quoins müssen frei von eingetrocknetem Farbstoff und Metallspänen gehalten werden, sonst sitzen sie nicht richtig und die Klemmkraft lässt nach. Sowohl die Keilfläche als auch die Innenwände der Form müssen sauber und leicht geölt sein, um ein sanftes Greifen zu ermöglichen. Austausch-Quoins oder Ausgleichsplättchen gehören zur planmäßigen Wartung, da die Verschleißflächen des Keils im Lauf der Jahre an Haftwirkung verlieren.

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