Druckfehler
Englisch: ride
Druckfehler, verursacht durch überlappendes Blindmaterial.
Ride: wenn Metallsorten in der Satzform uneben liegen
Im Buchdruck entsteht ein Ride, wenn Bleisatzteile oder Ausgleichsmaterial (Bleiregeln, Quadrate, Reglettstücke) in der Satzform unterschiedliche Höhen aufweisen, weil sie sich bei der Satzherstellung überlappen oder ungleichmäßig gesetzt haben. Die Folge ist, dass einige Typen dunkler oder heller drucken oder gar nicht abdrucken, weil die Druckfläche nicht mehr eben ist. Dies ist ein Registerfehlher, der die Druckqualität auf dem ganzen Bogen verschlechtert.
Rides entstehen besonders häufig in eng gesperrten Satzformen, wo mehrere Metallteile zusammengepresst wurden. Wenn Bleiregeln unterschiedlicher Nenndicke gemischt werden oder wenn ein Typenstück heruntergefallen ist und schräg unter benachbarten Typen eingeklemmt wurde, wird die Oberfläche der Satzform zur Geländeform statt zur ebenen Fläche. Je enger die Satzform gesperrt ist, desto mehr Druck baut sich an den hohen Stellen auf, und desto wahrscheinlicher wird es, dass sich ein Ride während des Druckbetriebs durch Vibrationen noch verschlimmert, wenn sich das Metall weiter setzt.
Erkennung und Vermeidung
Ein Setzer entdeckt einen Ride, indem er ein Lineal über die Satzform führt oder sie einfärbt und den ungleichmäßigen Abdruck beobachtet. Die Vermeidung erfordert sorgfältiges Sortieren der Bleiregeln nach Dicke, Überprüfung, dass alle Typen die richtige Höhe zu Papier haben (normalerweise 0,918 Zoll für Standard-Englische Typen), und Verwendung von ordnungsgemäßem Ausgleichsmaterial statt provisorischer Füllstoffe. Eine übermäßig vollgestellte Satzform mit Typen, die zu fest gesperrt wurden, ist eine häufige Ursache.
Der Name stammt vom Verb: Teile sind übereinander oder übereinander gefahren und haben damit die Ebenheit des Satzspiegels zerstört. Es unterscheidet sich von Schmier, welches ein seitliches Verwischen durch Seitenbewegung beim Druck ist, und von der allgemeinen Kategorie der Ausschießfehler. Ein Ride muss behoben werden, indem man die Satzform öffnet, die schuldigen Teile identifiziert und die Satzform neu herstellt, bevor sie wieder in die Presse kommt.