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Schiffbau und Werft

Sonar

Englisch: sonar

Künstliches Echolot mittels elektronischer Ausrüstung mit Unterwassermikrofonen zur Lokalisierung von Objekten, nach denselben Wellenlokalisierungsprinzipien wie Radar.

Sonar: schallgestützte Unterwassererkennung und Kartierung

Sonar ist ein aktives oder passives Schallsystem, das Objekte unter Wasser erkennt und lokalisiert, indem es Schallwellen aussendet und deren Reflexionen analysiert oder bereits vorhandene Geräusche im Wasser abhört. Der Begriff stammt von Sound Navigation and Ranging. Eine typische aktive Sonaranlage besteht aus einem Schallwandler, der elektrische Signale in Schallimpulse umwandelt, Hydrofonen, die zurückkommende Echos empfangen, und Verarbeitungsgeräten, die die Laufzeitverzögerung und Signalstärke interpretieren, um Entfernung, Peilung und Zielmerkmale zu berechnen.

Aktives Sonar sendet einen Schallimpuls aus, normalerweise im Frequenzbereich von 10 bis 40 Kilohertz für militärische Anwendungen, obwohl die Frequenzen je nach Anwendung von wenigen Kilohertz bis über 100 Kilohertz reichen können. Der Schall breitet sich im Meerwasser aus, reflektiert sich am Ziel und kehrt zu den empfangenden Hydrofonen zurück. Die Hin- und Rücklaufzeit zeigt die Entfernung an; die Dopplerverschiebung der zurückkommenden Frequenz zeigt die Relativbewegung. Passives Sonar sendet nichts aus und erkennt stattdessen das von Zielen abgestrahlte Geräusch: Maschinenschwingungen, Propellerkavitation oder andere Schallsignaturen. Passive Systeme arbeiten lautlos und unentdeckbar, was sie für die Überwachung wertvoll macht, aber sie können die Entfernung zu einem Ziel nicht direkt bestimmen.

Varianten und Konfigurationen

Einelementsonar-Systeme verwenden ein Schallwandler-Hydrofon-Paar. Phased-Array-Sonar nutzt viele kleine Schallwandler und Hydrofone, die in einem Raster oder auf einer gekrümmten Fläche angeordnet sind; durch Steuerung des Zeitablaufs bei Sendung und Empfang über die Elemente kann das System seinen Schallstrahl elektronisch lenken, ohne die physische Antenne zu bewegen. Dies ist der Standard in modernen Marine- und Handelsschiffen. Side-Scan-Sonar schleppt einen fischförmigen Körper neben oder hinter einem Schiff, sendet Schallimpulse senkrecht zur Fahrtrichtung aus und erzeugt ein detailliertes akustisches Abbild des Meeresbodens und von Objekten auf ihm. Forward-Looking-Sonar oder Hindernisvermeidungssonar arbeitet mit höheren Frequenzen und kürzeren Reichweiten, um Gefahren vor einem fahrenden Schiff zu erkennen.

Die effektive Reichweite und Auflösung von Sonar hängen von Frequenz, Leistung, Wasserbedingungen und Zielmerkmalen ab. Höhere Frequenzen bieten bessere Auflösung, dämpfen aber über kürzere Distanzen ab. Kaltes, tiefes, salziges Wasser leitet Schall weiter als warmes, flaches, Süßwasser. Ziele mit harten Oberflächen reflektieren Schall stark; weiches biologisches Material, Schlamm und Gaspolster streuen oder absorbieren ihn. Die Sonarleistung verschlechtert sich in Bereichen mit hohem Umgebungslärm, wie flache Häfen mit starkem Verkehr oder in der Nähe von Wasserfällen und Rifffzonen.

Sonar ist Standardausrüstung auf Kriegsschiffen, U-Booten, Fischereifahrzeugen, Hydrographieschiffen und Unterstützungsschiffen für Unterwasserkonstruktionen. Marinen nutzen es zur Bedrohungserkennung und Navigation unter Eis. Kommerzielle Fischereiflotten nutzen es, um Fischschwärme zu lokalisieren. Offshore-Öl- und Gasbetriebe nutzen es zur Inspektion von Unterwasserinfrastruktur und Rohrleitungsvermessungen. Die Technologie unterstützt auch Meeresforschung, Minenbekämpfung und Bergungseinsätze. Trotz ihrer Leistung ist Sonar kein Ersatz für visuelle Beobachtung, Radar und elektronische Navigation; es ist ein wichtiges Werkzeug in einem mehrschichtigen Ansatz für Marinesicherheit und Seeverkeehrssicherheit.

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