Junge
Englisch: foal
Ein junger Junge, der dem Häuer dadurch half, die Tonne zu schieben oder zu ziehen.
Foal: Kinderarbeit in Kohlegruben
In Kohlegruben war ein Foal ein Junge, typischerweise zwischen 8 und 14 Jahren alt, der beauftragt war, beladene und leere Loren entlang von Strecken unter Tage zu bewegen. Das Kind musste die schweren Loren mit Holz- oder Eisenrädern durch enge Flöze und Stollen schieben oder ziehen, oft auf Händen und Knien kriechend, wenn die Arbeitshöhe zu niedrig zum Stehen war. Dies war erbarmungslose, sich wiederholende Arbeit, die in Dunkelheit verrichtet wurde, die nur durch Kerzen oder Öllampen erhellt war, die das Foal oder der Bergmann, dem es diente, mit sich trugen.
Die Arbeit des Foals war für die Wirtschaftlichkeit von Tiefgruben unerlässlich, weil es in Räume passen konnte, in die Erwachsene nicht passten, und seine Löhne nur einen Bruchteil eines erfahrenen Bergmanns betrugen. Sie arbeiteten die gleichen Schichten wie Erwachsene, manchmal 12 bis 16 Stunden täglich. Ihre Aufgaben umfassten das Freihalten der Gleise, das Sicherstellen, dass die Loren leicht rollten, und die Verwaltung der Seiltriebe, die die Lore mit einem Pony (in größeren Gruben) oder mit dem eigenen Körpergeschirr des Foals verbanden. Die Arbeit verursachte Wachstumsstörungen, Wirbelsäulendeformationen und chronische Atemwegsschäden durch Kohlenstaub und schlechte Belüftung.
Regionale Muster und Rückgang
Die Beschäftigung von Foals war in britischen Kohlegruben vom 18. Jahrhundert bis in die 1840er Jahre verbreitet, besonders in Südwales, Schottland und Nordengland. Der Begriff erscheint am konsistentesten in älteren Grubenakten und zeitgenössischen Berichten; in der Mitte der viktorianischen Ära begannen amtliche Untersuchungen und schließlich Gesetze, Kinderarbeit zu dokumentieren und einzuschränken. Der Mines Act von 1842 in Großbritannien untersagte die Beschäftigung von Mädchen und Jungen unter 10 Jahren unter Tage, doch die Durchsetzung war lückenhaft und Verstöße setzten sich in vielen Gruben jahrzehntelang fort.
Der Name 'Foal' trug absichtliche Verachtung in sich. Wie die Grubenponys, die schwerere Lasten zogen, wurden diese Kinder eher als Lastentiere betrachtet als als junge Menschen. Grubenbetreiber sahen keinen Widerspruch darin, beide bis zur Erschöpfung anzutreiben. Der Begriff blieb unter Bergleuten bis weit ins 20. Jahrhundert hinein als Volkserinnerung in Gebrauch, obwohl die Praxis selbst in entwickelten Bergbauregionen um 1900 weitgehend abgeschafft wurde.
Das Verständnis der Rolle des Foals zeigt, warum Sicherheitsbestimmungen entstanden: diese Kinder hinterließen Aufzeichnungen, die selbst zeitgenössische Beobachter schockierten. Die Bedingungen, unter denen sie leiden mussten, dokumentiert in parlamentarischen Untersuchungen und Sozialberichten, wurden zur moralischen Grundlage für Beschränkungen der Arbeitszeit, der Untertagetätigkeit und der Kinderarbeit, die sich über die Industrienationen ausbreiteten. In der modernen Bergbaupräminologie ist das Wort nur noch von historischer Bedeutung, bewahrt in Archiven und Arbeitsgeschichte.